Magdeburg (dpa/sa) - Die ersten Tafeln in Sachsen-Anhalt spüren die Auswirkungen des Coronavirus. Supermärkte und Discounter könnten weniger Lebensmittel spenden, weil einige Kunden Essensvorräte anlegen würden, erklärte der Landesvorsitzende der Tafeln in Sachsen-Anhalt, Andreas Steppuhn, am Donnerstag in Magdeburg. Das betreffe vor allem lange haltbare Produkte wie "Nudeln, Reis, Dosensuppen und Backmischungen", so Steppuhn. Aber auch Obst und Gemüse fehlten einigen Tafeln bereits. "Dies resultiert wahrscheinlich aus rückläufigen Exporten", erklärte der Landesvorsitzende der Tafeln mit Blick auf die Lage der Supermärkte.

Zudem bereite der Schutz der Tafelkunden und Mitarbeiter dem Landesverband Sorgen. Alle Tafeln sollten dazu besonders auf Hygiene, Desinfektionsmaßnahmen und personelle Abstände in den Ausgabestellen achten, sagte Steppuhn. Problematisch sei es auch, wenn Tafelkunden in Quarantäne müssten. "Auf eine derartige Situation sind die Tafeln nicht eingestellt." Die Tafeln riefen dazu auf, nicht mehr benötigte Lebensmittel zu spenden und riefen zur Solidarität auf. Landesweit gibt es den Angaben zufolge 32 Tafeln und rund 100 Ausgabestellen.