Bernburg (dpa) - Das "Haus des Sports" soll für den Landessportbund Sachsen-Anhalt bald Realität werden. Obwohl die Pläne dafür schon etwas länger in der Schublade liegen, nimmt das Projekt nun konkrete Züge an. "Wir haben mit dem ehemaligen Sport-Internat in Halle-Kröllwitz ein Objekt im Auge, das direkt neben den Trainingsstätten der Werfer, Boxer, Ringer und Judoka liegt. Bekommen wir dies und dann ausgebaut, würden wir das Objekt in Halles Maxim-Gorki-Straße auch sofort aufgeben", sagte LSB-Präsident Andreas Silbersack in einem Interview mit der "Mitteldeutschen Zeitung" (Freitag). Der bisherige Sitz des LSB soll nach Aussagen des scheidenden Präsidenten dann verkauft werden.

Der Landessportverband, unter dessen Dach 14 Kreis- und Stadtsportbünde sowie 354 757 Sportlerinnen und Sportler in 3084 Vereinen organisiert sind, sucht an diesem Samstag in Bernburg einen Nachfolger für Präsident Silbersack. Einzige Kandidatin dafür ist die ehemalige Speerwerferin Silke Renk-Lange, bislang Vize-Präsidentin im LSB für Frauen und Gleichstellung. Hauptaufgabe für die Olympiasiegerin von 1992 wird vor allem der riesige Investitionsstau bei der Sanierung von Turnhallen und anderen Sportanlagen sein. "In Sachsen-Anhalt fehlt ein Sportstättenförderprogramm, ein Aktionsplan. Es wurden gerade zwei Millionen Euro in Häppchen von jeweils 50 000 Euro verteilt. Das waren nur Tropfen auf heiße Steine", meinte Silbersack.

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