Magdeburg (dpa/sa) - Parallel zum Infektionsgeschehen in Sachsen-Anhalt ist die Zahl der Corona- und Quarantäne-Fälle bei Schülerinnen und Schülern erneut gestiegen. Etwas mehr als 8000 Kinder und Jugendliche waren am Freitag auf behördliche Anordnung zuhause, wie das Bildungsministerium mitteilte. Das waren knapp 1700 beziehungsweise 27 Prozent mehr als vor einer Woche. Gleichzeitig stieg die Zahl der Corona-Fälle bei Schülern um 42 Prozent auf 524.

Bei den Lehrkräften gab es 113 gemeldete Ansteckungen und damit 22 mehr als vor einer Woche. Gut 2,4 Prozent der landesweit 19 754 Lehrerinnen und Lehrer waren als Verdachtsfälle in Quarantäne. Im besonders stark betroffenen Burgenlandkreis wurde der reguläre Schulbetrieb für ältere Jahrgänge ab der 7. Klasse bis Weihnachten bereits aufgegeben. Sie werden in Gruppen geteilt und lernen abwechselnd zuhause und in der Schule.

Für das Land als Ganzes hält Bildungsminister Marco Tullner (CDU) bisher am Ziel fest, möglichst regulären täglichen Unterricht anzubieten. Wie lange das so bleibt, ist offen. Am Wochenende sollen nach bisherigen Planungen Bund und Länder gemeinsam über schärfere Maßnahmen beraten. Anfang kommender Woche will die schwarz-rot-grüne Landesregierung neue Regeln festlegen, die deutlich schärfer ausfallen könnten.

Seit Anfang November ist das öffentliche Leben teilweise heruntergefahren. Damit soll erreicht werden, dass es flächendeckend wieder weniger als 50 Infektionen je 100 000 Einwohnern binnen sieben Tagen gibt. Bisher geht es jedoch eher in die andere Richtung. Am Donnerstag meldete das Gesundheitsministerium einen Wert von 147, am Freitag vor einer Woche betrug er im Sachsen-Anhalt-Schnitt noch 115.