Magdeburg (dpa/sa) - Zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus sind nach Angaben des Innenministeriums derzeit alle Polizisten mit Schutzmasken ausgerüstet. Bisher seien rund 7700 Masken ausgegeben worden, teilte eine Ministeriumssprecherin auf Anfrage mit. Die Beschaffung weiterer Ausrüstung sei eingeleitet worden. Laut Ministerium verteilen die Polizeibehörden und die Polizeihochschule selbst die Schutzausrüstung an die Kolleginnen und Kollegen.

Die Masken sollen vor allem dann zum Einsatz kommen, wenn die Beamten direkten Kontakt mit Verdachts- und Krankheitsfällen haben. In diesen Fällen soll vor allem dem möglicherweise Erkrankten die Maske aufgesetzt werden, um eine Ausbreitung des Erregers Sars-CoV-2 zu vermeiden. Auch alle, die sich in unmittelbarer Nähe befinden, sollten dann den Atemschutz bekommen.

Das Haus von Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) ist das einzige, das bereits im gerade verabschiedeten Doppelhaushalt Millionensummen zur Bewältigung der Corona-Pandemie eingeplant hat. Für vier Millionen Euro sollen in diesem und im nächsten Jahr Masken, Anzüge und Handschuhe bestellt werden, um Kräfte bei Polizei, Feuerwehr und Katastrophenschutz auszurüsten.

Wie viele Ausrüstungsteile bereits geordert wurden und wie erfolgreich die Beschaffung der weltweit gefragten Güter derzeit funktioniert, ließ die Ministeriumssprecherin zunächst offen. Am Mittwoch hatte die Bundeswehr damit begonnen, erste Lieferungen mit Schutzausrüstung an die Landkreise zu verteilen.

Das neuartige Coronavirus wird von Mensch zu Mensch übertragen. Da es derzeit weder Medikamente zur Behandlung noch einen Impfstoff gibt, macht Sachsen-Anhalt wie andere Bundesländer und Staaten weltweit strenge Vorgaben, um Kontakte zwischen den Menschen und damit ein Ausbreitungsrisiko zu minimieren.