Halle (dpa/sa) - Mitten im sogenannten Teil-Lockdown wollen Musiker aus aller Welt vier Konzerte des Festivals "KlangART-Vision" spielen - ohne Publikum, aber mit Fernsehübertragung. Den Auftakt macht am Samstag (15.00 Uhr) die Staatskapelle Halle. Sie spielen europäische Werke der vergangenen hundert Jahre, etwa von Alban Berg (1885-1935) und Witold Lutoslawski (1913-1994). Es folgen am 8. November das AsianArt Ensemble in Magdeburg, die Streicher des Kronos Quartets in San Francisco (14. November) und die Anhaltische Philharmonie Dessau (20. November). Letztere widmen sich aktuellen Kompositionen aus Afrika und werden von dem Balafonspieler Aly Keita und dem Sänger Tutipsy unterstützt.

Alle Konzerte sind im Offenen Kanal Magdeburg und im Internet zu sehen. Eine Diskussionsrunde am 16. November rundet das Programm ab. Sie trägt den Titel "Neue Musik im 21. Jahrhundert: Kunst oder Aktivismus?" Darüber reden der Dessauer Generalmusikdirektor Markus Frank, der Chefdirigent der Oper Halle, Michael Wendeberg, und David Harrington vom Kronos Quartet.

"Gerade in dieser schweren Zeit haben wir Kunst und Musik nötiger denn je. Sie kennen keine Grenzen und überwinden alle Sprachbarrieren", sagt der künstlerische Leiter des "KlangART-Vision"-Festivals, Markus Steffen, laut einer Mitteilung der veranstaltenden International Academy of Media and Arts in Halle.

Konzertübersicht