Bitterfeld-Wolfen (dpa/sa) - Für den insolventen Solarmodulhersteller Calyxo aus dem "Solar Valley" bei Bitterfeld-Wolfen gibt es womöglich Hoffnung. Der vorläufige Insolvenzverwalter Lucas F. Flöther habe Verkaufsverhandlungen aufgenommen, teilte eine Sprecherin am Freitag mit. Die Calyxo GmbH war durch den Wegfall eines Großauftrages in Schieflage geraten.

"Die Aussichten für eine Investorenlösung stehen gut. Das Interesse der Bieter ist groß und ich bin zuversichtlich, dass wir Teile des Geschäftsbetriebes und einen Teil der Arbeitsplätze erhalten können", betonte Flöther. Um keine weiteren Kosten zu verursachen, wurde die Produktion gedrosselt. Die 156 Mitarbeiten bekommen noch bis Ende Juni Insolvenzgeld.

Das Unternehmen wurde 2005 im "Solar Valley" im Ort Thalheim gegründet. Das Gebiet an der Autobahn 9 bei Bitterfeld-Wolfen galt Anfang der 2000er als eines der größten Solarzentren Europas. Flagschiff war der Hersteller Q-Cells. Dann sorgte die Konkurrenz billiger Solarmodule aus Asien für eine Krise. Zahlreiche Unternehmen, auch Q-Cells, gingen pleite. Das einstige Zugpferd ging 2012 im südkoreanischen Mischkonzern Hanwha auf.