Magdeburg (dpa/sa) - Um im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest die Wildschweinjagd zu erleichtern, sollen Bauern Bejagungsschneisen auf ihren Feldern unbürokratischer anlegen können. Landwirte könnten bei Maisäckern künftig von vornherein anmelden, wenn sie einen Teil brach liegen oder blühen lassen, teilte das Agrarministerium am Freitag mit. Werden 25 Prozent der gesamten Ackerfläche nicht überschritten, bleibt die Beihilfe für die Landwirte erhalten.

Die so entstehenden Schneisen sollen Jägern die Jagd auf Wildschweine erleichtern. Die Tiere könnten den derzeit in Osteuropa grassierenden Erreger einschleppen. Die für Menschen ungefährliche Erkrankung verläuft bei Haus- und Wildschweinen fast immer tödlich. Einen Impfstoff gibt es nicht. Die Bauern befürchten massive Einbußen durch Ausfuhrbeschränkungen für den Fall eines Ausbruchs in Deutschland.

Um die Jagd auf Wildschweine zu erleichtern, werden zudem Schonzeiten aufgehoben. Einer entsprechenden Verordnung stimmte am Freitag der Bundesrat zu. Mit dem Regelwerk werden auch EU-Vorschriften etwa zur Desinfektion von Viehtransporten national umgesetzt.