Berlin (dpa) - SPD-Interimschefin Malu Dreyer hat sich bestürzt über die Ereignisse in Halle/Saale geäußert. Ihre Gedanken seien bei den Opfern und ihren Angehörigen, sagte sie am Mittwoch. "Vieles deutet darauf hin, dass sich die brutale Gewalt gegen jüdisches Leben richtete. Das werden wir in Deutschland niemals dulden." Sie hoffe, der Polizei gelinge es, die Täter schnellstmöglich dingfest zu machen und für Sicherheit zu sorgen.

Andere SPD-Spitzenpolitiker reagierten ähnlich. Bundesaußenminister Heiko Maas schrieb bei Twitter: "Dass am Versöhnungsfest #YomKippur auf eine Synagoge geschossen wird, trifft uns ins Herz. Wir alle müssen gegen den Antisemitismus in unserem Land vorgehen." Die Bewerberin für den SPD-Parteivorsitz, Hilde Mattheis, twitterte: "Ein trauriger Tag. Die Nachrichten aus Halle über die antisemitische Gewalt sind erschütternd." Bundestagsvizepräsident Thomas Oppermann (SPD) schrieb ebenfalls bei Twitter: "Wer es bisher nicht glauben mochte, weiß jetzt: Antisemitismus in DEU ist in antisemitischen Terror umgeschlagen. Das ist entsetzlich."

Die Berliner Staatssekretärin und frühere Sprecherin des Auswärtigen Amts, Sawsan Chebli (SPD), rief dazu auf, ein Zeichen zu setzen. "Lasst uns gemeinsam einen Schutzschirm gegen Antisemitismus bilden", twitterte sie. "Ich stelle mich daher heute ab 20 Uhr vor die Synagoge in der Oranienburger Straße. Kommt vorbei und zeigt Haltung!"