Wildemann (dpa/lni) - Nach einem Unfall mit vier schwer verletzten Grundschulkindern im Bergwerksmuseum Wildemann im Harz hat die Staatsanwaltschaft ein Strafverfahren eingeleitet. Es werde wegen des Vorwurfs der fahrlässigen Körperverletzung ermittelt, sagte ein Sprecher am Freitag in Braunschweig. Entgegen früheren Angaben schwebe das am schwersten verletzte zehnjährige Mädchen weiterhin in Lebensgefahr.

Gegen wen sich die Ermittlungen richten, sei noch unklar, sagte der Sprecher. Durch Zeugenbefragungen solle geklärt werden, was zu dem Unglück geführt habe. Zudem werde geprüft, ob und wer möglicherweise gegen Verkehrssicherungs- oder Aufsichtspflichten verstoßen habe und ob der Unfall hätte verhindert werden können.

Die zehn und elf Jahre alten Kinder einer Grundschulklasse aus Diesdorf in der Nähe von Magdeburg in Sachsen-Anhalt waren am Dienstag auf dem Gelände des Museums einen Abhang hinuntergestürzt. Rettungskräfte hatten nach Angaben des Landkreises Goslar berichtet, dass bei Fotoaufnahmen ein Geländer nachgegeben habe. Die Kinder hatten im Rahmen einer Klassenfahrt das zum Harzer Unesco-Welterbe gehörende Bergwerksmuseum "19 Lachter Stollen" besichtigt.

Bergwerksmuseum Wildemann