Halle (dpa) - Zum Abschluss der Modernisierungsarbeiten wird der Bahnverkehr am Hauptbahnhof in Halle vom 14. bis 17. Januar stark eingeschränkt, teils sogar eingestellt. In diesem Zeitraum müssten sich Reisende auf Umleitungen, Ausfälle und Ersatzverkehr mit Bussen sowohl im S-Bahn- als auch im Regional- und Fernverkehr einrichten, teilte die Bahn am Freitag mit.

Am 16. und 17. Januar werde der Zugverkehr am Hauptbahnhof gänzlich zum Erliegen kommen, sagte ein Bahnsprecher. An den beiden Tagen zuvor werde der Verkehr stark eingeschränkt. Im Fernverkehr soll über den gesamten Zeitraum die ICE-Linie zwischen Frankfurt und Berlin über den Leipziger Hauptbahnhof umgeleitet werden. Der ICE, der zwischen München und Hamburg verkehrt, wird ab Erfurt umgeleitet, so dass der Halt am Hauptbahnhof in Halle entfällt.

Im Regional- und S-Bahn-Verkehr würden die besonders stark genutzten Linien S3 und die S5 am 14. und am 15. Januar grundsätzlich fahren, erklärte der Bahn-Sprecher. Zwischen 22.00 und 6.00 Uhr morgens stehe jedoch auch hier der Betrieb still.

Die Bahn betonte, dass die Geschäfte im Bahnhof nicht von den Sperrungen betroffen seien. Zwar blieben einige der Handelseinrichtungen aufgrund der Corona-Verordnung ohnehin geschlossen. Ansässige Lebensmittelgeschäfte und Drogerien blieben von der Sperrung jedoch unberührt.

Die Bahn will mit der Inbetriebnahme der Bahnsteige 1,2 und 3 am 17. Januar nach mehr als sechs Jahren die Umbau- und Modernisierungsarbeiten am Hauptbahnhof abschließen. Somit sei der Bahnhof für die "nächsten 30 bis 40 Jahre fit gemacht", sagte Bahnhofsmanager Karsten Kammler. Auf absehbare Zeit seien keine weiteren Sperrungen am Hauptbahnhof zu erwarten.

Zum Abschluss der Bauarbeiten müssten unter anderem letzte Kabel gezogen werden und das Stellwerk überprüft werden, sagte der Bahnsprecher. Wie viele Reisende in etwa betroffen seien, kann die Bahn nach eigenen Angaben durch das abnehmende Verkehrsaufkommen während der Corona-Pandemie kaum vorhersagen. Jedoch dürften deutlich weniger Reisende betroffen sein. Derzeit liegt die Fahrgastzahl nach Angaben der Bahn bei 40 Prozent des Vor-Corona-Niveaus.

Um den Reisenden beispielsweise beim Umstieg in Busse behilflich zu sein, versprach die Bahn, zusätzliches Servicepersonal einzusetzen. Außerdem seien die Änderungen im elektronischen Fahrplan eingearbeitet worden und auch in den Online-Reiseauskünften einsehbar. Die Bahn wies darauf hin, dass es für Reisende mit Fahrrädern oder Kinderwagen zu Einschränkungen kommen könne.

Link zu Infos

Pressemitteilung der Bahn