Halle (dpa/sa) - In Sachsen-Anhalt sind im vergangenen Jahr vor allem Menschen aus Vietnam, Syrien und der Ukraine eingebürgert worden. Insgesamt erhielten 653 Ausländer die deutsche Staatsbürgerschaft, wie das Statistische Landesamt am Donnerstag mitteilte. Das war ein Rückgang um elf Prozent im Vergleich zu 2017. Den Statistikern zufolge hatten 255 Eingebürgerte zuvor eine europäische Staatsangehörigkeit, 293 eine asiatische, 64 eine afrikanische und 18 eine amerikanische. Zu den übrigen Eingebürgerten lagen entweder keine Angaben vor oder es handelte sich um Staatenlose. Etwa ein Fünftel der Eingebürgerten war jünger als 18 Jahre.

Rund 40 Prozent konnten ihre bisherige Staatsangehörigkeit behalten. Diese Mehrstaatlichkeit wird nach Angaben der Statistiker aber nur in Ausnahmefällen hingenommen. Gründe können sein, dass der ausländische Staat das Ausscheiden verweigert oder dass sich mit der Aufgabe der bisherigen Staatsangehörigkeit erhebliche wirtschaftliche Nachteile für den Betroffenen ergeben.

Mitteilung des Statistischen Landesamtes