Freyburg/Laucha (dpa/sa) - Im Weinanbaugebiet Saale-Unstrut sind die ersten Trauben des Jahres geerntet worden. Die Sorte Solaris, die auf einer Fläche von 0,3 Hektar in den Steigrarer Hahnebergen wächst, sei von den Stöcken geholt worden, teilte eine Sprecherin des Weinbauverbandes am Montag mit. Mit der Haupternte wollen die Winzer demnach im gesamten Anbaugebiet erst Mitte September beginnen. Beim Ertrag für den Jahrgang 2020 geht der Verband von Einbußen aus. Grund dafür seien Frostschäden an den Reben während der Eisheiligen. Zudem hätten die Trockenheit und die fehlende Feuchtigkeit im Boden aufgrund der regenarmen Jahre 2019 und 2018 die Weinstöcke belastet.

Laut Verband ist für den Weinbau ein gesunder Mix aus Sonne und Regen, Wärme und Feuchtigkeit sehr wichtig. Zur Qualität des Jahrgangs 2020 wurde noch keine Prognose abgegeben.

Das gut 1000 Jahre alte Anbaugebiet erstreckt sich heute auf rund 800 Hektar Fläche mit terrassenförmigen Weinbergen vom Süden Sachsen-Anhalts bis nach Thüringen. Saale-Unstrut gehört zu den kleinen unter den 13 Anbaugebieten von Qualitätswein in Deutschland. Typisch für die Region sind trockene Weiß- und Rotweine wie Müller-Thurgau, Weiß- und Grauburgunder, Silvaner, Riesling, Portugieser und Dornfelder.

Weinbauverband Saale-Unstrut