Magdeburg (dpa/sa) - Schüler aus 19 Schulen in Magdeburg und dem Umland wollen in der kommenden Woche als Zeichen gegen Antisemitismus sogenannte Stolpersteine putzen. Angesichts des Anschlags auf die Synagoge von Halle im vergangenen Jahr und der Zunahme antisemitischer Vorfälle sei dieses Engagement gar nicht hoch genug zu schätzen, erklärte die stellvertretende Direktorin der Landeszentrale für politische Bildung, Cornelia Habisch, am Freitag in Magdeburg. Die vom Kölner Künstler Gunter Demnig verlegten Stolpersteine erinnern an ermordete Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle sowie politisch Verfolgte im Nationalsozialismus.

Anlässlich der Aktionswoche "Eine Stadt für alle" werden die Schüler die Gedenksteine reinigen, Blumen niederlegen und die Biografien der NS-Opfer verlesen. An der Aktion sind den Angaben zufolge Schulen aller Schulformen von der Grundschule bis zur Berufsbildenden Schule beteiligt. Zudem würden Einzelpersonen und weitere Institutionen an der Putzaktion mitwirken, hieß es. Auch die Landeszentrale für politische Bildung, die die Aktion koordiniert, wird Stolpersteine putzen.