Hordorf (dpa/sa) - In aller Stille soll an diesem Freitag an das Zugunglück von Hordorf (Bördekreis) mit 10 Toten und 23 Verletzten vor zehn Jahren gedacht werden. Feuerwehrkameraden würden ein Gesteck an dem Gedenkstein niederlegen, der an den Zusammenstoß einer Regionalbahn mit einem Güterzug auf der eingleisigen Strecke am 29. Januar 2011 erinnert, sagte Ortsbürgermeister Norbert Kurzel.

Der Lokführer des Güterzugs war nach einem Prozess am Landgericht Magdeburg Ende November 2012 schuldig gesprochen worden, das Unglück verursacht zu haben. Er hatte im Dunkeln und im Nebel zwei Haltesignale überfahren und so den Frontalzusammenstoß mit der Regionalbahn verursacht, in der 32 Fahrgäste saßen. Acht von ihnen sowie der Zugführer und die Zugbegleiterin starben.

Das Landgericht Magdeburg befand den damals 41-Jährigen der fahrlässigen Tötung in 10 Fällen und fahrlässigen Körperverletzung in 22 Fällen für schuldig und verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr auf Bewährung. Im August 2013 wurde das Urteil rechtskräftig.

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