Hannover (dpa/lni) - Das Bieterverfahren für den Einstieg bei der NordLB geht mit weniger als zehn Interessenten in die zweite Runde. Das habe die Trägerversammlung der Landesbank entschieden, sagte ein NordLB-Sprecher am Freitag in Hannover. "Mit diesem engeren Kreis geht es in der kommenden Woche in die zweite Runde", erklärte er. Darunter seien sowohl strategische Investoren - also Banken - als auch Finanzinvestoren. Zu konkreten Daten für die nächste Bieterrunde wollte er sich nicht äußern. Nach früheren Angaben von Niedersachsens Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU) will das Land bis zum Jahresende eine Lösung für die Zukunft der NordLB präsentieren.

Die Landesbank leidet seit längerem unter zahlreichen Schiffskrediten, bei deren Rückzahlung die Schuldner Schwierigkeiten haben. Gleichzeitig muss die Bank ihre schwache Kapitaldecke stärken, um steigenden EU-Anforderungen gerecht zu werden. Derzeit arbeitet das Geldhaus gemeinsam mit seinen Eigentümern an einem umfassenden Konzept zur Stärkung der Kapitalquoten und zur höheren Profitabilität.

Dazu zählt auch eine mögliche Beteiligung externer Investoren. Erst Ende September hatte die NordLB vor möglichen Verlusten gewarnt - die Neuausrichtung drücke die Bank im laufenden Jahr in die roten Zahlen. Im Gesamtjahr 2018 werde das Ergebnis vor allem wegen der Rückstellungen für weiteren Personalabbau voraussichtlich negativ ausfallen. Im Vorjahr war die NordLB in die Gewinnzone zurückgekehrt - unter dem Strich blieben 135 Millionen Euro hängen. Haupteigentümer der NordLB sind die Länder Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.

Geschäftsbericht 2017