Berlin (dpa) - Rund zehn Wochen nach dem Zusammenbruch mehrerer junger Soldaten bei einem Trainingslauf hat die Bundeswehr schwere Vorwürfe gegen Ausbilder der skandalumwitterten Staufer-Kaserne in Pfullendorf erhoben. Der "Spiegel" berichtete unter Berufung auf einen Bericht des Verteidigungsministeriums, der Trainingslauf am 9. Januar sei von den Ausbildern der Spezialausbildungskompanie 209 "überfordernd" und "nicht angemessen durchgeführt" worden. Laut dem Bericht besteht nach den internen Recherchen sogar "der Verdacht, dass der Geländelauf als "Selektionslauf" angelegt war".