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1. FC Magdeburg mit Feinschliff an der Defensive: Die Null soll wieder stehen

Auch wenn die Einheiten lang und intensiv sind, haben die Drittliga-Kicker des 1. FC Magdeburg Spaß in der Vorbereitung. Dabei gilt es, bis zum Ligastart aber auch ganz klar an den Defiziten zu arbeiten. Laut Co-Trainer André Kilian gibt es vor allem defensiv noch Luft nach oben.

Von Dennis Uhlemann
Als rechte Hand von Coach Christian Titz (l.) ist Co-Trainer André Kilian immer ganz nah dran am Geschehen. Das Trainerteam will bis zum Ligastart in Mannheim noch die Defensive stabilisieren.
Als rechte Hand von Coach Christian Titz (l.) ist Co-Trainer André Kilian immer ganz nah dran am Geschehen. Das Trainerteam will bis zum Ligastart in Mannheim noch die Defensive stabilisieren. Foto: imago images

Magdeburg - Die Sonne knallte gestern Vormittag schonungslos auf den Trainingsplatz an der MDCC-Arena. Das Thermometer zeigte bei der zweieinhalbstündigen Einheit schon fast 30 Grad an. Das brachte nicht nur die Spieler des 1. FC Magdeburg gehörig ins Schwitzen, sondern auch Co-Trainer André Kilian.

Denn der 34-Jährige ist in den Spielformen stets mittendrin statt nur dabei. Oft genug schnappt sich der Ex-Profi, der seine Karriere verletzungsbedingt frühzeitig beendet hatte, ein Leibchen und zieht voll mit. Hautnah setzt er sein Coaching um und weiß genau, worauf es bis zum Drittliga-Start am 24. Juli bei Waldhof Mannheim ankommt. Denn laut Kilian läuft in der Vorbereitung „noch nicht alles nach Plan“. Er führt aus: „Wir haben in den Testspielen – egal aus welcher Liga der Gegner kam – immer mindestens ein Gegentor bekommen.“

Defensive war Trumpf im Endspurt

13:2 gegen Blankenburg, 8:1 gegen TeBe Berlin, 2:1 gegen Erzgebirge Aue und die Unentschieden in den Vergleichen mit Viktoria Berlin (3:3) und Altglienicke (1:1) – auch wenn es bislang noch keine Niederlage gab, klingelte es hinten immer. „Da setzen wir im Training an, damit wir wieder so stabil werden wie zum Ende der vergangenen Saison. Das ist unser Anspruch“, betont Kilian. Damals blieb der FCM sogar fünf Spiele in Folge ohne Gegentreffer, musste beim großen Aufschwung zum Saisonende in 13 Spielen nur neunmal hinter sich greifen. „Über die defensive Stabilität kommt unser Spiel zum Tragen. Wenn wir hinten gut arbeiten, können wir unsere Jungs vorn gut in Szene setzen“, weiß Kilian.

Restverteidigung und defensives Umschaltverhalten stehen deshalb in den verbleibenden anderthalb Wochen bis zum scharfen Start besonders auf dem Programm. Dass sich das Team vor dem abschließenden Test bei Hannover 96 am Sonnabend um 14 Uhr aktuell im normalen Trainingsrhythmus befindet, kann nur helfen, an den letzten Stellschrauben zu drehen.

Kilian merkt Enthusiasmus und Spielfreude

Es steht auch weiterhin auf dem Programm, Lösungen zu finden, wie der FCM aus dem eigenen Aufbauspiel heraus im letzten Drittel gefährlich werden kann. Die Offensive ist zwar nominell hochkarätig besetzt, doch die Spieler müssen auch perfekt aufeinander abgestimmt sein. Deshalb stehen in diesen Tagen sehr viele individuelle Video-Analysen auf dem Programm. Dabei wurden Kilian und seinen Co-Trainer-Kollegen Silvio Bankert und Matthias Mincu jeweils Spieler zugeteilt, mit denen sie in die Detailarbeit gehen. „Wir können die Trainingsarbeit so noch individueller besprechen und Feedback zu den Leistungen in den Testspielen geben. Dadurch bringen wir die Spieler auf ein neues Niveau“, berichtet Kilian.

Im Team kommt das gut an. Die Stimmung in der Mannschaft ist gut, die Euphorie groß. „Man merkt den Spielern den Enthusiasmus und die Spielfreude an“, so Kilian, dem wichtig war, dass neben den Neuzugängen der Kern erhalten bleibt. Ob Andreas Müller (20) oder Alexander Bittriff (32) – das Alter ist für ihn dabei zweitrangig. Das Team scheint intakt zu sein und hat auf dem Rasen Spaß – auch wenn die Einheit fordernd ist, 150 Minuten dauert und in der prallen Sonne stattfindet.