Fußball

FCM mit Zittersieg gegen Kaiserslautern

In einem kampfbetonten Kellerduell ringt der 1. FC Magdeburg den 1. FC Kaiserslautern mit 1:0 nieder. Baris Atik schoss Blau-Weiß zum Sieg.

Magdeburg (vs). Der 1. FC Magdeburg hat in der 3. Liga auf dem Weg zum erhofften Klassenerhalt drei wichtige Punkte eingefahren. Gegen den Tabellennachbarn 1. FC Kaiserslautern gab es am Samstagnachmittag ein hart erarbeitetes 1:0 (0:0). Baris Atik (57.) erzielte den einzigen Treffer der Partie.

Magdeburg musste auf Routinier Jürgen Gjasula, der wegen Knieproblemen aussetzte, verzichten. Für ihn rückte Sebastian Jakubiak neu in die Startelf. Dazu agierte Kai Brünker als echter Mittelstürmer im 4-2-3-1-System. In der ersten Hälfte entspann sich ein hektisches Spiel zweier engagierter Mannschaften. Präzision und Spielkultur blieben dabei allerdings großteils auf der Strecke.

So fehlten der Partie auch die Torgelegenheiten – Baris Atik (10.) zielte drüber, Marvin Pourié (35.) köpfte knapp neben das Tor. Stattdessen war das Geschehen auf dem Rasen von vielen harten Zweikämpfen geprägt.

Nach der Pause erhöhten die Gäste den Druck, Magdeburg konnte sich kaum befreien – bis sich Sebastian Jakubiak auf links durchsetzte und Atik im Strafraum fand, der mit links zum 1:0 einschoss (57.). Das Tor fiel angesichts des Spielverlaufs überraschend, für den vom FCM betriebenen Aufwand jedoch nicht unverdient. Die spielerisch bessere Mannschaft war nämlich die Elf von Christian Titz, wenngleich Chancen weiterhin Mangelware blieben.

Die Gäste warfen in der Schlussphase noch einmal alles nach vorne, echte Torgefahr erzeugten die "Roten Teufel" jedoch nur selten. Im Gegenteil: in der Nachspielzeit hätte der FCM das Spiel vorzeitig für sich entscheiden müssen, als FCK-Torhüter Avdo Spahic bei einem Freistoß aufgerückt und sein Tor verwaist war. Daniel Steininger hatte dies jedoch nicht bemerkt, konnte daraus keinen Profit schlagen (90.+2). So mussten die Gastgeber weiter zittern, bis zwei Minuten später der ersehnte Schlusspfiff ertönte, Spieler und Funktionäre die Hände in den Himmel rissen.

Zwar bleibt der 1. FC Magdeburg weiterhin auf einen Abstiegsplatz, weil der KFC Uerdingen parallel ebenfalls gewann, doch beträgt der Rückstand zum rettenden Ufer immer noch nur einen Zähler. Dem direkten Kontrahenten aus der Pfalz ist Blau-Weiß mit dem ersten Heimsieg seit November 2020 vorerst auf fünf Punkte enteilt.