Gewalt am vergangenen WOCHENenDE FCM gibt erstes ausführliches Statement nach der Derby-Eskalation heraus
Der 1. FC Magdeburg hat sich in einer Stellungnahme geäußert. Die Volksstimme verschafft einen entsprechenden Überblick zu den Inhalten.

Magdeburg - Einen Tag vor dem Zweitliga-Spiel gegen Hannover 96 hat der 1. FC Magdeburg ein größeres Statement zu der Gewalt-Eskalation beim Derby am vergangenen Wochenende über seine Kanäle veröffentlicht.
Die Blau-Weißen schreiben dort von einer „intensiven und umfassenden Aufarbeitung der Ereignisse“ sowie „engem, konstruktivem Austausch mit allen beteiligten Stellen“. Dies dauere im Sinne einer „rückhaltlosen, sachlichen und vollständigen Aufarbeitung“ an.
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Zudem schildert der Fußball-Zweitligist: Aufgrund der gezündeten und teils in den Heimbereich geschossenen Pyrotechnik der Dynamo-Fans sei es die Absicht von FCM-Anhängern gewesen, gewaltsam Richtung Gästekurve vorzudringen - über den Innenraum und den Stadionumlauf.
„Bedingt durch die einsetzende Halbzeitpause strömten weitere Zuschauer aus den angrenzenden Blöcken in den Umlauf, sodass sich in der unübersichtlichen Lage Teile dieser Fans an den Auseinandersetzungen beteiligten“, teilt der FCM mit.
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Es sei eine Situation entstanden, „die sich dynamisch und unkontrolliert verselbstständigt“ habe. Die Gewalt der Zuschauer gegenüber den Polizisten sei nicht im Vorfeld geplant gewesen. „Dies entlastet niemanden, ist aber ein wichtiger Baustein der Einordnung“, meint der Club.
FCM drückt sein Mitgefühl aus
Zudem heißt es: „Gewalt hat beim 1. FC Magdeburg keinen Platz! Die Ereignisse vom 24. Januar widersprechen unseren Werten in jeder Form und werden von uns klar verurteilt.“ Dem Verein sei es klar, „dass viele Menschen jetzt konkrete Maßnahmen und klare Antworten erwarten“.
Doch den Blau-Weißen sei es ein wichtiges Anliegen erst „Bewertungen oder Maßnahmenpakete“ zu veröffentlichen, wenn sich die Aufarbeitung an einem anderen Punkt befindet.
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„Wir setzen alles daran, die richtigen Schlüsse zu ziehen und konsequent zu handeln“, heißt es weitergehend in der Stellungnahme: „Unser Mitgefühl gilt allen verletzten Polizeikräften und Zuschauern. Wir danken den Sanitäts- und Hilfskräften für ihren beherzten Einsatz.“ Wie viele Fans verletzt wurden, sei „noch nicht abschließend bezifferbar“.
Von Aufsichtsrat, Präsidium und Geschäftsführung
Es handelt sich um eine Stellungnahme von Aufsichtsrat, Präsidium und Geschäftsführung. Und es handelt sich zudem um die erste tiefgehende Stellungnahme des Clubs zu den brutalen Vorkommnissen am Sonnabend.
Am Tag nach dem Ostduell hatten die Blau-Weißen sich zunächst allgemein gegen Gewalt ausgesprochen und eine Aufarbeitung angekündigt, in der Pressekonferenz am Mittwoch wiederum bekanntlich ausdrücklich einen Bogen um die Thematik gemacht.