FCM

Reimann will die Nummer eins beim 1. FC Magdeburg verkörpern

Der Abgang von Morten Behrens in Richtung Darmstadt 98 hat beim FCM große Fußstapfen zwischen den Pfosten hinterlassen. In diese will Neuzugang Dominik Reimann treten.

Von Kevin Gehring
Kann nicht nur beim Torwarttraining mit Matthias Tischer (r.), sondern auch als feiner Techniker mit dem Ball am Fuß überzeugen: der neue FCM-Schlussmann Dominik Reimann.
Kann nicht nur beim Torwarttraining mit Matthias Tischer (r.), sondern auch als feiner Techniker mit dem Ball am Fuß überzeugen: der neue FCM-Schlussmann Dominik Reimann. Foto: Christian Schroedter

Magdeburg - Der 1. FC Magdeburg hat eine neue Nummer eins – zumindest auf dem Papier. Nach dem Abgang von Morten Behrens, der sich für einen Wechsel zum Zweitligisten SV Darmstadt 98 entschieden hatte, schnappte sich Neuzugang Dominik Reimann die begehrte Rückennummer. Verbunden mit dem Anspruch, diese Rolle auch in der neuen Drittliga-Spielzeit auszuführen. Denn so viel ist klar: Reimann ist nach Magdeburg gekommen, um hier Stammkeeper zu werden.

„In Kiel hatte ich zuletzt leider nicht gespielt. Hier bekomme ich die Chance zu spielen, und die will ich nutzen“, betont der 24-Jährige. Es sei „auf jeden Fall“ das klare Ziel, die neue Stammkraft zwischen den Pfosten zu werden und damit in große Fußstapfen zu treten. Die Namen Leopold Zingerle, Alexander Brunst und Morten Behrens „sagen mir einiges“, so Reimann, der sich zugleich aber selbstsicher gibt: „Diesen Schritt nehme ich an.“

Schork will im Tor noch nachlegen

Beim FCM war es in den vergangenen Jahren kein Geheimnis, dass die eins nicht einfach nur eine Rückennummer, sondern für den Stammtorhüter vorgesehen war. So wurde beispielsweise Morten Behrens im vergangenen Sommer von der zwölf zur eins „befördert“. Entsprechend gut stehen die Chance, dass Cheftrainer Christian Titz und Otmar Schork im 24-Jährigen das Potenzial zum sicheren Rückhalt sehen.

Auch, wenn Schork bereits angekündigt hatte, dass es auf der Torhüterposition definitiv noch Bewegung geben werde. Zwar solle Tom Schlitter im Drittliga-Kader gehalten werden, ein oder zwei weitere Keeper könnten jedoch noch dazustoßen. Zumal zum Trainingsauftakt mit Noah Kruth und Felix Gräf zwei A-Jugendliche die Positionsgruppe aufgefüllt haben.

Qualitäten im fußballerischen Bereich

Reimann ist es ganz egal, wer zwischen den Pfosten noch hinzukommt. Der gebürtige Münsteraner ist selbstbewusst genug, jeglichen Konkurrenzkampf anzunehmen – wohl wissend um seine Qualitäten. Diese könnte er insbesondere im System von Christian Titz zeigen. Schließlich legt der FCM-Coach einen großen Wert auf mitspielende und fußballerisch gut ausgebildete Torhüter.

In diese Kategorie fällt Reimann zweifellos. Schließlich hat der Blondschopf vor seiner Zeit als Keeper selbst ausschließlich im Feld gespielt, wechselte 2004 als Angreifer in den Nachwuchs von Borussia Dortmund. Von da an ging es für den mehrfachen Junioren-Nationalspieler positionsmäßig immer weiter zurück, so dass er über das Mittelfeld und die Abwehr im Tor angekommen war – und es dort so weit geschafft hatte, dass er hinter Roman Bürki und Roman Weidenfeller als dritter Keeper für die Profis geführt wurde.

Reimann will sich zeigen

Bei Holstein Kiel war Reimann zuletzt nach drei Jahren mit 15 Zweitliga-Einsätzen zweite Wahl. In Magdeburg will er das ändern, will er mit viel Fleiß den nächsten Karriereschritt gehen. Besonders freut sich der Keeper auf die Unterstützung der Fans: „Wenn das Stadion voll ist, dann brennt es hier.“

Zunächst aber steht die fünfwöchige Vorbereitung auf dem Plan: „Da wollen wir alles reinhauen – und ich habe Bock.“ Dass dem so ist, hat der mit 1,86 Meter nicht sonderlich große, dafür aber technisch versierte Schlussmann schon in den ersten Einheiten gezeigt. Diesen Eindruck möchte er in der Vorbereitung stärken, um dann auch als etatmäßige Nummer eins des FCM in die Saison zu starten.