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Volleyball in Thailand DVV-Frauen trotz WM-Aus optimistisch: „Etwas Neues aufbauen“

Trotz klarer Niederlage gegen die übermächtigen Italienerinnen wächst bei den deutschen Volleyballerinnen der Optimismus für die Zukunft. Für das große Ziel Olympia 2028 macht dieser Sommer Hoffnung.

Von David Langenbein, dpa 31.08.2025, 11:17
Alsmeier zog insgesamt ein positives Fazit.
Alsmeier zog insgesamt ein positives Fazit. Volleyballworld/dpa

Bangkok - Das deutliche WM-Aus im Achtelfinale gegen Olympiasieger Italien tat den deutschen Volleyballerinnen weh. Doch Außenangreiferin Lina Alsmeier ließ sich den positiven Blick auf den langen Sommer mit dem Nationalteam nicht trüben. 

„Wir haben in diesem Jahr einen großen Schritt nach vorne gemacht. Wir hatten viele junge Spielerinnen dabei“, sagte die 25-Jährige. „Wir wollen etwas Neues aufbauen, das haben wir hier schon gezeigt. In den nächsten Jahren werden wir weiterwachsen und stärker werden.“

In der thailändischen Hauptstadt Bangkok unterlag die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) dem großen Turnierfavoriten glatt mit 0:3 (22:25, 18:25, 11:25). Für die Italienerinnen um Superstar Paola Egonu war es der 33. Sieg in Folge in einem offiziellen Spiel. Die Weltranglistenersten scheinen aktuell allen anderen Teams auf der Welt überlegen zu sein.

Der Olympiasieger dominiert

„Jetzt gerade ist es hart, denn wir haben es uns natürlich anders vorgestellt, als hier glatt in drei Sätzen zu verlieren. Wir wollten einen größeren Kampf liefern und wie gegen Polen zeigen, dass wir auf so hohem Niveau spielen können“, sagte Alsmeier. „Es ist sehr traurig, dass wir jetzt raus sind.“ 

Die DVV-Frauen erwischten einen guten Start. Die Annahme um Libera Anna Pogany funktionierte. In den ersten beiden Sätzen hielt das deutsche Team über weite Strecken gut mit. Doch die überragende italienische Abwehr blieb konstant überlegen. Den dritten Durchgang dominierten die Olympiasiegerinnen dann von Beginn an.

Auch Bundestrainer Giulio Bregoli erkannte die Überlegenheit des Teams aus seinem Heimatland an und blickt trotzdem mit Zuversicht in die Zukunft. „Es ist eine lange Reise, aber wir haben die ersten wichtigen Schritte gemacht“, sagte der 50-Jährige. „Auch wenn wir nach dieser Niederlage heute natürlich traurig sind, ändert das nichts daran, dass wir mit dem Sommer glücklich sind.“

Viel macht Hoffnung für die Zukunft

Das große Ziel ist Olympia 2028 in Los Angeles und die letzten Monate machen den DVV-Frauen Mut, dass die erste Qualifikation seit 2004 ein realistisches Ziel ist. In der Nationenliga erreichte das Team in diesem Jahr mit einem jungen Kader die K.-o.-Runde. 

Bei der Weltmeisterschaft zeigte das deutsche Team nach zwei ungefährdeten Pflichtsiegen gegen Kenia und Vietnam gegen Polen ein Match auf Weltklasse-Niveau. Doch im Tie-Break ging das Spiel verloren. Das letzte Quäntchen fehlt gegen die Großen der Welt aktuell noch zu oft.

Trotzdem: Der Talente-Pool ist so gut gefüllt wie schon lange nicht mehr. Hoffnungsträgerinnen wie Leana Grozer, Hannah Kohn und Maria Tabacuks zeigten ihre Klasse schon im Nationalteam. Dazu spielen immer mehr Nationalspielerinnen wie etwa Kapitänin Camilla Weitzel in den besten Ligen der Welt und sammeln dort wertvolle Erfahrungen.