27-jähriger Norweger gestorben Emotionaler Abschied: Biathlet Bakken beerdigt
Der plötzliche Tod von Sivert Guttorm Bakken erschütterte das norwegische Biathlon-Team. Nun wurde der 27-Jährige in Lillehammer zu Grabe getragen. Seine Teamkollegen reisten extra aus Deutschland an.

Lillehammer - Mit einer emotionalen Zeremonie ist der norwegische Biathlet Sivert Guttorm Bakken am Dienstagvormittag in seiner Heimatstadt Lillehammer beigesetzt worden. Neben Familie und Freunden verabschiedeten sich auch zahlreiche Teamkollegen wie Sturla Holm Laegreid, Johan-Olav Botn und Vetle Sjåstad Christiansen von dem 27-Jährigen in der vollbesetzten Kirche Nordre Al.
„Es war eine ungemein würdige Ehrung. Aber das Schöne und das Traurige gehen oft Hand in Hand. Es war natürlich unglaublich traurig, aber es wurden sehr viele schöne Worte gesagt, die Sivert so beschrieben haben, wie er war“, sagte Christiansen. „Er war echt und ehrlich und ein durch und durch aufrechter Mensch.“ Er werde sich immer an die vielen schönen Momente mit seinem Teamkollegen erinnern.
Die norwegische Männer-Mannschaft war nach dem Weltcup in Oberhof zur Beerdigung in die Heimat geflogen und wird am Dienstagabend wieder nach Deutschland zurückkehren. Am Donnerstag geht es in Ruhpolding für sie mit der Männer-Staffel weiter.
„Sivert lebt in unseren Herzen weiter“
Am weißen Sarg Bakkens, der am 23. Dezember von seinem Freund Botn tot in seinem Hotelzimmer in Lavazé gefunden wurde, standen zahlreiche Kränze, dazu zwei Bilder von ihm. „Sivert wird in unseren Herzen weiterleben“, sagte Laegreid.
Für das Team war es wichtig, sich von Bakken zu verabschieden. „Ich glaube, das Schlimmste ist, allein mit seiner Trauer zu sein“, sagte Christiansen. Leute um sich zu haben, die ohne viele Worte genau wüssten, wie man sich fühlt, „das verleiht unglaublich viel Kraft. Und es wird unsere Gemeinschaft, wenn möglich, noch stärker machen, als sie ohnehin schon war“, sagt Christiansen.
Gedenkfeier in einer Kapelle in Ruhpolding
Die norwegischen Frauen waren nicht in Lillehammer, weil sie am Mittwoch den Weltcup in der Chiemgau Arena mit der Staffel eröffnen. Parallel zur Beerdigung in Lillehammer fand in einer Kapelle in Ruhpolding eine kleine Gedenkfeier statt.
Die Todesursache ist noch unklar. Die Autopsie-Ergebnisse sollen bis spätestens 7. März vorliegen.