Gut 14 Jahre nach dem letzten großen Manipulationsskandal, dem Fall um Schiedsrichter Robert Hoyzer, steht dem deutschen Fußball ein neuer Fall ins Haus. Jedenfalls scheinen die Ermittlungen um das Spiel Germania Halberstadt gegen Babelsberg eine weitaus größere Dimension anzunehmen als bisher bekannt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Nach Volksstimme-Informationen sind diverse Vereine in der Regionalliga angesprochen worden.

Wer, was, wann und wie gemacht hat, lässt sich noch nicht ermessen, dafür sind die Ermittlungen noch zu sehr am Anfang. Was aber schon jetzt die Alarmglocken klingeln lassen muss, ist die Erkenntnis, dass der Fußball hierzulande alles andere als immun ist gegen Wettbetrug. Und dass es beileibe keine Überraschung ist, dass gerade die viertklassige Regionalliga dafür anfällig sein könnte. An dieser für viele Vereine finanziell extrem heiklen Schnittstelle zwischen Amateur- und Profifußball ist eine gefährliche Einflugschneise für Manipulation gegeben.