Uni, Hochschule, Ministerien und MVB Verdi ruft erneut in Magdeburg für Montag zum Streik auf
Fahrgäste der Magdeburger Verkehrsbetriebe werden sich am Montag auf Einschränkungen einstellen müssen. Die Gewerkschaft Verdi ruft zum ganztägigen Streik auf. Ebenso zum Streik aufgerufen sind Beschäftigte im öffentlichen Dienst der Länder.

Magdeburg. - Unter dem Motto „Wir streiken für eine auskömmliche Finanzierung der Daseinsvorsorge“ ruft die Gewerkschaft Verdi für Montag (2. Februar 2026) die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes der Länder, der Autobahn GmbH sowie der Magdeburger Verkehrsbetriebe (MVB) zu einem ganztägigen Streik auf.
Betroffen sind unter anderem die Landesstraßenbaubehörde Sachsen-Anhalt, die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, die Hochschule Magdeburg-Stendal, zahlreiche Ministerien und Landesdienststellen des Landes sowie die Autobahn GmbH des Bundes an den Standorten Magdeburg, Theeßen, Börde, Wernigerode und Plötzkau, teilte die Gewerkschaft am Freitag mit.
Bereits in den vergangenen Tagen hatte die Gewerkschaft im Tarifstreit im öffentlichen Nahverkehr zu Warnstreiks bei den MVB aufgerufen. Zuletzt am Donnerstag (29. Januar). Bereits am 16. Januar hatte es einen ersten Arbeitskampf gegeben. Diese wurden allerdings mit einer vergleichsweise geringen Mobilisierung durchgeführt. Das könnte am Montag anders sein.
Verhandlung mit Magdeburger Verkehrsbetrieben
Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder und bei der Autobahn GmbH fordern 7 Prozent mehr Entgelt, mindestens jedoch 300 Euro monatlich, um den Anschluss an den TVöD Bund und Kommunen nicht zu verlieren, heißt es von Verdi.
Im öffentlichen Personennahverkehr kämpfen die Mitarbeiter der Magdeburger Verkehrsbetriebe für mehr Entlastung und fordern beispielsweise eine 35-Stunden-Woche, „um die Arbeitsbelastung dauerhaft zu reduzieren und den Betrieb zukunftsfähig aufzustellen“, so Verdi.
Bei den Verhandlungen zwischen der Gewerkschaft und den MVB seien die Fronten „verhärtet“. Den Beschäftigten seien laut der Gewerkschaft Gegenforderungen präsentiert worden – darunter die Lockerung des Kündigungsschutzes. „Wir kämpfen für dringend notwendige Entlastung und zukunftsfähige Arbeitsbedingungen und bekommen anstatt echter Verhandlungsbereitschaft Gegenforderungen geboten. Das ist respektlos gegenüber den Beschäftigten, die diese Stadt jeden Tag am Laufen halten“, wird Verdi-Gewerkschaftssekretär Benjamin Schladitz in einer Mitteilung zitiert.
Die Tarifverhandlungen verlaufen laut Verdi in allen Tarifbereichen schleppend, substanzielle Angebote der Arbeitgeber würden ausbleiben. Deshalb werde nun die nächste Eskalationsstufe eingeleitet.