Halberstadt/Potsdam l Germania Halberstadts Sportdirektor soll im November versucht haben, Spieler vom Regionalliga-Konkurrenten SV Babelsberg zu bestechen. Nun bestätigte der Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) gegenüber der Volksstimme, dass von beiden Seiten die geforderten schriftlichen Stellungnahmen eingegangen sind.

NOFV bestätigt mündliche Verhandlung

Der Verband hielt sich in den vergangenen Tagen und Wochen mit Informationen in diesem Fall zurück. Der Grund liegt laut NOFV-Geschäftsführer Holger Fuchs auf der Hand. „Es geht nicht darum, ob ein Spieler nach einem Platzverweis nun ein oder zwei Spiele Sperre erhält“, sagt er. „Das hier hat eine andere Dimension. Es stehen schwerwiegende Anschuldigungen im Raum. Daher wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit eine mündliche Verhandlung geben. Die Vorbereitungen dafür laufen.“

Wann genau die mündliche Verhandlung stattfindet, ist noch offen.

Petersen wird vom SV Babelsberg vorgeworfen, den Versuch unternommen zu haben, ehemalige Spieler von Germania Halberstadt, die jetzt für die Potsdamer kicken, vor der Auswärtspartie Ende November zu bestechen. Petersen bestreitet die Vorwürfe vehement, spricht von einem „Jux“.

Petersen-Anwalt ärgert sich über Babelsberger

Petersens Anwalt Horst Kletke sagte der Volksstimme, dass ihm die Akte mit den Vorwürfen mittlerweile vorliegt. „Wir haben über mehrere Seiten Stellung genommen.“ Über den Inhalt der Stellungnahme möchte er nicht sprechen. In diesem Zusammenhang teilt der Anwalt einen Seitenhieb gegen die Babelsberger aus: „Ich möchte die Verhandlung nicht wie die Babelsberger über die Medien führen. Das ist eine Frage des Respekts.“

Klar ist: Es wird Zeit, dass geklärt wird, was an den schwerwiegenden Vorwürfen dran ist. „Natürlich haben alle Beteiligten ein berechtigtes Interesse daran, die Sache zügig aufzuklären“, betont Fuchs. Der NOFV-Geschäftsführer sagt aber auch: „In jedem Fall gilt: Gründlichkeit geht vor Schnelligkeit.“