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Handball-EM Endspiel für Gislason? Handballern reicht Remis

Für die deutschen Handballer hat sich die Ausgangslage für das EM-Vorrundenfinale gegen Spanien deutlich verbessert. Eine Niederlage würde aber trotzdem das Aus bedeuten.

Von dpa Aktualisiert: 19.01.2026, 20:02
Österreich hat den deutschen Handballern bei der EM Schützenhilfe geleistet.
Österreich hat den deutschen Handballern bei der EM Schützenhilfe geleistet. Sina Schuldt/dpa

Silkeborg - Dank der Schützenhilfe von Österreich reicht Deutschlands Handballern im abschließenden Vorrundenspiel gegen Spanien bereits ein Remis zum Einzug in die EM-Hauptrunde. Nach dem 26:25 (12:13)-Sieg des Nachbarn gegen Serbien winkt der DHB-Auswahl heute Abend (20.30 Uhr/ZDF/Dyn) bei einem Erfolg sogar der Gruppensieg.

In diesem Fall würde das Team von Bundestrainer Alfred Gislason trotz der Vorrunden-Pleite gegen Serbien 2:0 Punkte in die Hauptrunde mitnehmen und dürfte sich damit weiter Hoffnungen auf eine Medaille bei der Endrunde in Dänemark, Norwegen und Schweden machen. 

Eine Niederlage gegen Spanien würde hingegen das historische Vorrunden-Aus bedeuten, das Gislason trotz eines Vertrages bis nach der Heim-WM 2027 den Job kosten könnte. DHB-Präsident Andreas Michelmann hatte vor dem letzten Gruppenspiel des Olympia-Zweiten ein klares Bekenntnis zu dem 66 Jahre alten Isländer vermieden. „Wir haben volles Vertrauen zum Trainer, was das nächste Spiel anbelangt. Darauf sollen sich alle konzentrieren“, sagte Michelmann der ARD.

Bundestrainer unter Druck 

Wie stets nach großen Turnieren werde das DHB-Präsidium auf einer Sitzung Anfang Februar den EM-Auftritt der Mannschaft und die Leistung des Bundestrainers bewerten und „auf Basis dieser Bilanzen und Analysen“ eine Entscheidung treffen. Sollte die deutsche Mannschaft trotz der Hilfe aus Österreich nicht die zweite Turnierphase erreichen, könnte das Treffen auch schon früher stattfinden.

Für den Fall eines krachenden Scheiterns bei der EM-Endrunde hatte Michelmann schon vor Turnierbeginn eine Jobgarantie für den Bundestrainer verweigert. „Es ist doch klar, dass wir darüber nachdenken würden, wenn die Mannschaft - wovon ich nicht ausgehe - bei der EM absolut nicht performt“, sagte der 66-Jährige zu einer möglichen vorzeitigen Trennung von Gislason, der seit Februar 2020 im Amt ist.