Magdeburg l Der SC Magdeburg bleibt in der European Handball League auf Kurs. Mit einem 36:21 (18:15) gegen Alingsas HK verteidigen die Grün-Roten in der Gruppe C die Tabellenspitze. Weil ZSKA Moskau parallel bei Nexe 31:32 unterlag, dürfte dem SCM in einer Woche beim abschließenden Spiel in Moskau für den Gruppensieg sogar eine Niederlage mit bis zu sechs Toren Unterschied reichen. Das hängt alles davon ab, wie die ausgefallenen Spiele von Montpellier gewertet werden.

SCM rotierte beim Personal

Wie erwartet wurde beim SCM rotiert. Christian O’Sullivan, Omar Ingi Magnusson und Jannick Green blieben zunächst nur auf der Bank. Auf Rechtsaußen durfte Tim Hornke von Beginn an ran und Daniel Pettersson konnte sich ausruhen. Zeljko Musa, Moritz Preuss und Magnus Gullerud teilten sich die Position des Kreisläufers in Defensive und Offensive. Und als Christoph Steinert die Gastgeber mit einem Doppelpack nach fünf Minuten mit 2:0 in Führung brachte, sah eigentlich alles nach einem gemütlichen Abend für den SCM aus.

SCM lief Rückstand hinterher

Doch die zuletzt stark kriselnden Schweden waren nicht nach Magdeburg gekommen, um sich mit einer weiteren Niederlage kampflos aus dem Wettbewerb zu verabschieden. Nach zehn Minuten hieß es 4:4 und nach einer Viertelstunde lag der SCM beim 7:8 sogar erstmals hinten. Und weil es bis zum 13:14 (22.) nicht besser wurde, rückte Green zwischen die Pfosten und O’Sullivan in den Rückraum. Der Kapitän glich dann auch gleich selbst zum 14:14 (23.) aus. Obwohl Magnusson völlig ungewöhnlich für ihn erst seinen dritten Siebenmeter verwandeln konnte, ging es mit einem 18:15 in die Pause.

Kluge auf Linksaußen

In der zweiten Halbzeit lief es bei den Grün-Roten dann aber viel besser. Schließlich war gegen Alingsas ja noch eine Rechnung aus dem Hinspiel offen. Da hatte der SCM mit 29:30 die einzige Niederlage in der aktuellen Gruppenphase kassiert. Wie angekündigt schaute SCM-Trainer Bennet Wiegert aber nicht allein auf das Ergebnis und ließ nach dem Seitenwechsel Justus Kluge für Lukas Mertens auf Linksaußen ran. Der dankte es dann auch gleich mit zwei Toren zum 21:16 (35.) und 22:16 (36.). Und weil es bei Magnusson mit Siebenmetern bei drei Fehlwürfen nicht so richtig lief, schnappte sich Hornke dann bei Strafwürfen den Ball und warf zum 24:16 und 25:17 (40.) ein.

Steinert mit neun Toren bester Werfer

Zwischenzeitlich feierte auch Michael Damgaard sein Comeback und konnte die zuletzt auf Dauerbetrieb fahrenden O’Sullivan und Marko Bezjak entlasten. Mit tollem Zuspiel auf Preuss leitete Damgaard dann auch das 28:19 (46.) ein. Christoph Steinert legte kurz danach die erste Zen-Tore-Führung (29:19) nach. Steinert war am Ende mit neun Toren auch bester Werfer seines Teams. Mit dem klaren Vorsprung im Rücken musste sich der SCM dann auch nicht mehr groß strecken und hat sich gründlich für die Niederlage im Hinspiel revanchiert.

„Wir sind unheimlich froh über die zwei Punkte und konnten allen Spielern wichtige Einsatzminuten geben“, sagte Wiegert.