Magdeburg l An ihrem freien Tag haben die SCM-Handballer natürlich aufmerksam verfolgt, was die Konkurrenz so gemacht hat. Und dass dabei der SC DHfK Leipzig gegen Göppingen patzte, wertet einerseits den Sieg gegen FrischAuf vor zwei Wochen auf und bietet den Grün-Roten außerdem die Chance, am 5. Spieltag an die Tabellenspitze der Bundesliga zu stürmen. Dafür muss natürlich am Sonntag in der Getec-Arena (16 Uhr, Sky) ein Sieg über den TVB Stuttgart her.

Chancen gegen Stuttgart eiskalt nutzen

„Da das Spiel im Europacup gegen Montpellier leider ausfällt, haben wir danach eine ganze Woche frei bis zum nächsten Spiel. Und das kann man mit einem Sieg im Rücken natürlich viel besser genießen“, sagt Marko Bezjak und weiß auch, worauf es am Sonntag ankommen dürfte: „Stuttgart lebt sehr vom guten Torhüterspiel. Da müssen wir also hochkonzentriert sein und dürfen nicht allzu viel liegen lassen.“

Dass Bezjak nach der Operation an seiner rechten Schulter im Januar wie geplant mit Beginn der Saison wieder richtig am Ball war, freut den Slowenen natürlich sehr. Bezjak: „Schmerzen habe ich überhaupt keine mehr. Nur bei der Muskulatur merke ich die Pause noch ein bisschen. Und ich denke in der einen oder anderen Situation manchmal noch nach, ob ich jetzt werfe oder nicht. Aber da werde ich von Spiel zu Spiel immer sicherer. So langsam kommen die nötigen Automatismen zurück.“

Meistertitel als Saisonziel

Dafür will er auch aus der Not des Spielausfalls im Europacup eine Tugend machen. „So schade das ist, aber so können wir die Pause nutzen, um im Training an unserer Kraft zu arbeiten. Das ist direkt vor einem Spiel nicht so gut möglich“, erklärt Bezjak, der seit 2013 für den SCM spielt und vom ganz großen Titel träumt. Bezjak: „Ich will in der Bundesliga auch am Saisonende endlich einmal ganz oben stehen. Wenn man zwei Mal Dritter war, muss man nach oben schauen und sich hohe Ziele stecken. Sonst kommt man nicht weiter.“

Entscheidend ist für den 34-Jährigen dabei, dass es keine gravierenden Verletzungen gibt. Bezjak: „Um erfolgreich zu sein, brauchen wir die ganze Breite unseres Kaders. Und wenn wir die Möglichkeit haben, regelmäßig zu wechseln, muss auch keiner Kräfte sparen, sondern kann immer die volle Power geben.“