Magdeburg l Muhamed Toromanović fiel selbst im Freizeit-Look auf: In Jogginghose und blauem Shirt schlenderte der bullige Handballer nach Abpfiff der Partie des SC Magdeburg gegen HK Malmö am Mittwoch hinter Geschäftsführer Marc-Henrik Schmedt durch die Getec-Arena. Die Blicke der Fans zog er auf sich. „Wer ist das?“, hieß es in der Runde.

Toromanović, gebürtig aus Bosnien-Herzegovina, ist Kreisläufer, war zuletzt für das französische Team US Créteil HB aktiv. Und er könnte den SC Magdeburg am Kreis und im Mittelblock verstärken und damit die Zeit bis zum Wechsel von Moritz Preuss aus Gummersbach überbrücken.

Verein äußert sich nicht

Dass dieser Transfer nicht schon in diesem Sommer zustande gekommen ist, wurmt SCM-Trainer Bennet Wiegert ganz schön. Gerne hätte er Preuss bereits jetzt in der Mannschaft gesehen und nicht erst ab 2019. Nun aber schaute sich Toromanović in der Getec-Arena um.

Den Besuch des 34-Jährigen wollten weder Geschäftsführer Marc-Henrik Schmedt noch Trainer und sportlicher Leiter Bennet Wiegert am Donnerstag kommentieren. „Einfach, weil ich nicht weiß, in welche Richtung das geht“, erklärte der Coach.

Verletzungen und Blessuren

Aus Vereinskreisen ist allerdings zu hören, dass der 1,94 Meter große Toromanović als Unterstützung für Zeljko Musa kommen soll. Der ist im Mittelblock und am Kreis im Dauereinsatz, auf Positionen also, die eine hohe Verletzungsgefahr haben. Gleb Kalarash als Alternative erfüllte bisher die Erwartungen noch nicht.

Wie sich die Personalfrage auch entwickelt, beim Spiel gegen HK Malmö war die enge Besetzung aufgrund mehrerer Verletzungen zumindest spürbar. Neben den längeren Ausfällen von Michael Damgaard und Lukas Mertens sind aktuell auch Torhüter Jannick Green und Rechtsaußen Daniel Pettersson angeschlagen. Zudem berichtete Wiegert, dass Kapitän Christian O‘Sullivan aufgrund von Schulterschmerzen nicht fit sei. „Er war nur zum Passen da, beim Wurf hat er Schmerzen“, sagte Wiegert.

Sorgen im Rückraum

Der Trainer hofft, dass die gesundheitlichen Probleme des Norwegers nicht allzu lange anhalten. Denn mit Damgaard fehlt bereits eine Stammkraft. „Noch ein Ausfall, gerade im Rückraum, ist dann irgendwann schwer zu kompensieren“, stellte Wiegert klar.

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