Magdeburg l In der kommenden Woche schon wird die Trainingsgruppe des SC Magdeburg etwas überraschend von Tag zu Tag größer. Erst stößt Piotr Chrapkowski am Montag dazu, dann Filip Kuzmanovski am Dienstag. Die Dänen Jannick Green und Michael Damgaard melden sich am Mittwoch beim Handball-Bundesligisten wieder zurück. „Sie alle haben nach dem EM-Aus noch ein paar freie Tage bekommen, um zu regenerieren“, sagt Trainer Bennet Wiegert. „Vor allem für den Kopf ist das wichtig.“

Denn das Ausscheiden in der Vorrunde der Europameisterschaft ist für die Nationalspieler ein herber Schlag. „Deshalb ist es auch nicht so, dass ich hier sitze und mir vor Freude die Hände reibe“, stellt Wiegert klar. Zwar fällt die Belastung seiner Spieler dadurch geringer aus, allerdings: „Aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre weiß ich, dass es immer gut ist, wenn unsere Spieler mit Erfolgserlebnissen zurückkommen. Das hilft uns als Verein mehr.“

SCM-Coach will Spieler wieder aufbauen

Neben der eigenen Enttäuschung kommt auf die Handballer noch die mediale Schelte in ihren Heimatländern hinzu. „Bei Piotr ist das weniger der Fall, da sich die Nationalmannschaft Polens gerade im Umbruch befindet. Aber in Nordmazedonien und Dänemark hat man sich das Abschneiden ganz anders vorgestellt“, sagt Wiegert. Für ihn gilt es somit ab kommender Woche, die zurückkehrenden Spieler wieder aufzubauen. „Da liegt erst einmal Arbeit im mentalen Bereich vor mir.“

Und auch bei Albin Lagergren passiert etwas – allerdings anders als vermutet. Der Schwede wurde aufgrund einer Verletzung aus dem Kader gestrichen, weilt aber weiterhin beim Nationalteam. Laut Medien soll er am Donnerstag sogar wieder trainiert haben. Als „sehr positiv“ stufte das Nationaltrainer Kristján Andrésson ein. Vielleicht geht die EM für ihn sogar weiter ...

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