Magdeburg (at) l Der SC Magdeburg und Kreisläufer Gleb Kalarash haben den bestehenden Arbeitsvertrag mit sofortiger Wirkung aufgehoben. Das teilt der SCM per Pressemitteilung am Freitag mit. Obwohl Trainer Bennet Wiegert vor wenigen Tagen noch betont hatte, der Verein werde "Stand jetzt" mit keiner Neuverplichtung in die Saison gehen, sind nun doch Konsequenzen gezogen worden. Kalarash, der 2017 nach Magdeburg wechselte, konnte die Erwartungen bis zuletzt nicht erfüllen. Er wird von Ignacio Plaza ersetzt.

„Das war mehr als überraschend", sagt Trainer Bennet Wiegert dennoch. Er habe am Dienstagabend das erste Mal vom Wunsch des Russen gehört. „Dass er bereits zum Pokalspiel nicht mehr mitreist, daran war ja überhaupt nicht zu denken." Zu welchem Verein Kalarash wechseln wird, ist noch nicht bekannt. Der 27-Jährige peile als nächstes Ziel die Teilnahme an der WM 2019 mit der russischen Nationalmannschaft an.

Entlastung für Musa

Sein Nachfolger Plaza, 24 Jahre alt, stand bis Juni 2018 bei den Füchsen Berlin unter Vertrag und hat beim SCM einen Vertrag bis zum Saisonende unterschrieben. Zuletzt war er vereinslos. „Das liegt an seiner Verletzung, aber dieses Risiko haben wir kalkuliert", sagt Wiegert. Mittlerweile sind nach seinem Kreuzbandriss neuneinhalb Monate vergangen. Der Spanier kenne die Liga und spreche gut deutsch. „Das Gesamtpaket war das beste."

Die Mannschaft hat die Rochade laut Wiegert eher wenig beschäftigt. „Das sind Profis, das ist der Leistungssport. Gleb hat sich von uns verabschiedet, wir haben ihn alle noch einmal gedrückt", berichtet er. Dass der Verein mit seinen Leistungen nicht zufrieden war, ist kein Geheimnis. „Ich denke, er wollte jetzt auch etwas Neues."

Von Plaza verspricht sich der Verein die erhoffte Entlastung für Kreisläufer und Abwehrchef Zeljko Musa. „Im vergangenen Jahr hatte er sehr viele Spielanteile. Das war teilweise grenzwertig", meint der Trainer rückblickend. Plaza ist allerdings ein anderer Typ als Musa und Kalarash. Er habe einen tieferen Schwerpunkt, sei wendig und schwer zu halten, so Wiegert.

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