Der FSV Borussia Genthin hat dem SV Germania Güsen beim 6:0 (2:0) im Viertelfinale des Fußball-Kreispokals eine Lehrstunde erteilt. Mit Blick auf das Ziel beider Teams in der Landesklasse - den Nichtabstieg - haben sich die Borussen neue Hoffnung geholt. Auch die Güsener lassen sich ihre Zuversicht nicht nehmen.

Genthin/Güsen l Ein halbes Dutzend Gegentreffer mag sich gewaltig anhören, doch in den Augen der Gäste hatte sich bereits während der Partie am Mittwoch vieles relativiert. "Wir sind mit vier Spielern aus der zweiten Mannschaft angetreten. Die Jungs sollten die Partie jetzt schnellstmöglich abhaken. Wir konzentrieren uns wieder voll und ganz auf die Liga", formulierte SVG-Trainer Hartmut Kober.

Was sich anhört wie Worte, die gern nach einer heftigen Abreibung ausgesprochen werden, ist jedoch nachvollziehbar. Beim 3:0-Ligaerfolg aus der Vorwoche in Goldbeck war es nämlich Kobers Team, das Selbstvertrauen in rauen Mengen tankte. Da die Güsener Prioritäten ohnehin derzeit weniger auf den Pokalwettbewerb ausgerichtet sind, ist die bewusste Ausblendung der Geschehnisse vom Mittwoch verständlich.

Die Borussen liefern dagegen den konkreten Gegenentwurf. Um die nötigen Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln, hoffen sie auch auf einen möglichen Synergieeffekt des Pokalspiels. Zumal die Art und Weise des Halbfinaleinzugs beeindruckte. "Die Abwehr hat sehr gut gestanden. Wir haben unsere Chancen konsequent genutzt und alle Tore waren herausgespielt", freute sich FSV-Coach Bernd Schmidtchen.

Wenngleich die Lage in der Liga mit dem SV Germania vergleichbar ist, hat die Borussia keine Probleme damit, ihre Schwerpunkte variabel zu setzen. Schmidtchen sieht im "Tanz auf mehreren Hochzeiten" jedenfalls keine Schwierigkeiten: "Ziel ist es, so weit wie möglich kommen." Ergänzt um die Worte "da unten heraus" wäre dies wohl auch die passende Zielstellung für den Endspurt in der Landesklasse-Saison.