Am Sonnabend musste der SV Chemie Genthin in der Uni-hockey-Regionalliga Großfeld zum zweiten Mal gegen den Kontrahenten aus Salzwedel antreten. Im ersten Spiel vor drei Wochen gelang es der Mannschaft, einen klaren Sieg herauszuarbeiten. Diesmal nahmen die Altmärker Revanche und entschieden die Partie mit 9:6 für sich.

Genthin/Salzwedel (mho). Da Salzwedel bereits das zweite Spiel an diesem Tag bestreiten musste, versuchten die Genthiner ihr Glück mit aggressivem Pressing. Von der ersten Minute an wurde der Gegner am eigenen Tor attackiert und so zu einfachen Ballverlusten gezwungen. Dies funktionierte auch gut, doch gelang es nicht die erspielten Tormöglichkeiten in Zählbares zu verwandeln. Salzwedel dagegen nutzte zwei schnelle Konter trocken zur 2:0-Führung. Nach dem Genthiner Anschlusstreffer waren es erneut die Salzwedeler die nachlegten. Kurz vor Ende des ersten Drittels schaffte das Team um Kapitän Johannes Tluste aber noch den verdienten Ausgleich.

Da der Gegner mit dieser offensiven Spielweise gut unter Kontrolle gehalten werden konnte, wurde an der Taktik für den zweiten Spielabschnitt nichts geändert. Lediglich die gefährlichen Konter mussten konsequenter unterbunden werden, was den Spielern des SV Chemie jedoch nicht gelingen sollte. Im Gegenteil, denn durch eigene Abspielfehler und einer ungeordneten Defensive gelang es Salzwedel, einen 6:4-Vorsprung zu erzielen.

Im letzten Drittel musste der SV Chemie den schwindenden Kräften Tribut zollen und die Taktik umstellen. Es fehlte jedoch weiterhin jede Konsequenz in der Abwehr und auch im Angriff wurden zu viele Chancen ausgelassen. Dem zwischenzeitlichen 5:6-Anschluss folgten drei schnelle Treffer für Salzwedel, womit das Spiel entschieden war. Das 6:9 zwei Minuten vor Spielende war nur noch als Ergebniskosmetik zu werten.

Letztlich spielte Genthin nicht schlecht, agierte aber in den entscheidenden Situationen nicht gut. Der Gegner war zwei Drittel nahezu vollkommen unter Kontrolle, aber die mit der offensiven, kraftraubenden Taktik erspielten Torchancen wurden nicht genutzt. Zudem war man in der Abwehr zu oft einen Schritt zu spät und kassierte unnötige Gegentore.

Am kommenden Sonnabend muss sich vor allem die Defensive stabiler zeigen will man gegen den aktuellen Tabellenführer Rotta Zählbares mit nach Hause bringen.

SV Chemie Genthin: Gebranzig, Spiegel – Drohmann (0 Tore/0 Vorlagen), Flister (0/0), Kablitz (0/0), Leiste (0/0) – Albrecht (1/0), Genzer (1/1), Heling (0/0), Hoffmann (0/1), Kalow (4/1), Lütge (0/0), Stottmeister (0/0), Tluste (0/0)