Burg (gth). Im letzten Spiel des Jahres in der Handball-Nordliga der Männer unterlag die SG Fortschritt Burg beim HV Lok Stendal mit 26:29 (14:9). Nach einer sehr guten ersten Halbzeit (14:9) brachten sieben Stendaler Tore in Folge zum 16:14 den Gastgeber ab der 37. Minute auf die Siegerstraße. Dazu wurden wieder einmal fünf Siebenmeter auf Burger Seite vergeben.

Nach dem verkorksten Saisonstart hätten die Burger mit einem Sieg ein durchaus positives Fazit zum Ende der Hinrunde ziehen können. So steht nun aber statt dem erhofften Rang vier nur der sechste Platz zu Buche.

In den ersten Minuten ging der Gastgeber zunächst mit 4:2 in Führung. Doch Fortschritt wendete das Blatt mit vier Toren in Folge zum 4:6. Nun war wieder Lok dran und kam ebenfalls mit vier Toren in Folge zum eigenen 8:6. Wenig später schaffte die SG den 8:8-Ausgleich (13.). Danach fiel ganze acht Minuten lang kein einziges Tor.

Es folgte die beste Phase der Burger. Eine gute Abwehr und zwei starke Torhüter ließen die Altmärker nicht zur Entfaltung kommen. Fortschritt setzte sich bis zur Halbzeit auf 14:9 ab. Dabei glänzte vor allem Jörg Wichmann mit tollen Anspielen auf Kreisläufer Mathias Lange, der sicher verwandelte.

Scheinbar bekam die Pause den Gästen dann aber überhaupt nicht gut. Innerhalb von nur sieben Minuten verspielten die Burger ihren klaren Vorsprung. Im Angriff lief nichts mehr zusammen, außerdem hatte der Gast mit vier Holztreffern auch viel Pech. So erzielte Lok sieben Tore in Folge (16:14, 37.). Eine Minute später erzielte Norman Brückner, der mit neun Toren erfolgreichster Burger Werfer war, das erste Tor in der zweiten Halbzeit für seine Mannschaft.

Der Gastgeber führte bis zur 55. Minute stets mit ein bis zwei Toren, ehe den Burgern, die auf Nicky Titsch und Andy Mache verzichten mussten, eine Minute später der 24:24-Ausgleich gelang. Von nun an setzten sich die Gastgeber aber nach und nach ab und landeten am Ende einen 29:26-Erfolg. Zu erwähnen ist noch, dass sich die Burger im zweiten Abschnitt von den Neuferchauer Schiedsrichtern sehr stark benachteiligt fühlten. Trotzdem gilt es wohl, sich an die eigene Nase zu fassen. Denn ohne die "Schlafphase" zu Beginn der zweiten Halbzeit, wäre ein Sieg in Stendal durchaus möglich gewesen.

Fortschritt Burg: Bünger, Gerlach – Rochow (1), Bretschneider (6/2), Ebert (2), Wagner, Wöhe, Brückner (9/1), Wichmann, Lange (6), Weigel (1), Schulz (1)