Biederitz / Magdeburg / Zerbst

( jkd ). Es kommt nicht selten vor, dass Autofahrer und Fußgänger an den Bahnschranken der Linie Magdeburg-Güterglück-Zerbst-Dessau über Biederitz und Gommern geduldig an den gelegenen Schranken warten müssen, weil ein Zug den Übergang passiert. Dies wird wohl ab 2015 noch öfter passieren. Dann ist der Ausbau des Eisenbahnknotenpunktes Magdeburg abgeschlossen und die Deutsche Bahn rechnet auf der Strecke mit bis zu 160 Zügen am Tag.

Grundlage dieser Zahlen ist eine schalttechnische Untersuchung der Bahn, die Teil des Genehmigungsverfahrens für den Ausbau des Knotenpunktes ist. " Dieser Untersuchung liegen langfristige Verkehrsentwicklungen zugrunde, die einen nach aktuellen Erkenntnissen maximal möglichen Verkehr berücksichtigen ", heißt es in einer Antwort der zuständigen Pressestelle auf Nachfrage der Volksstimme.

Nur so könne sichergestellt werden, dass im Rahmen von baulichen Veränderungen der Schallschutz den Anforderungen entsprechend dimensioniert wird. Hier kommen nun die 248 Züge pro Tag ins Spiel. Dies soll die Größenordnung sein, die den Planungen zu Grunde liegt.

Jedoch sind statt dieser befürchteten Anzahl auch 160 pro Tag nicht wenig. Nach derzeitigem Stand der Dinge geht die Bahn von einer gleichmäßigen Streckenbelegung über den gesamten Tagesverlauf aus. Tagsüber wird der Schwerpunkt auf festgetakteten Reisezügen liegen, in der Nacht wird sich die Kapazität der Güterzüge erhöhen – von derzeit 14 auf bis zu 75. Auch diese Zahlen sind Teil der schalttechnischen Untersuchung. Jedoch betont die Bahn, dass es noch keine Fahrlagenplanung für 2015 gibt. Die Zahlen bleiben somit vorerst Planungsgrößen.