Im Topspiel der Volleyball-Landesoberliga gastiert der Burger VC (4.) am Sonnabend (17 Uhr) beim Zweiten, Fortuna Ballenstedt. Nicht nur aufgrund der jüngsten Heimschlappe gegen Zeitz (1:3) sind die Burger im Duell der Tabellennachbarn klarer Außenseiter.

Burg (rgä/okr). Irgendwie passte am vergangenen Sonn- abendvormittag alles zusammen. Ließ schon die ungewöhnliche Anpfiffzeit (11 Uhr) nichts Gutes erahnen, so zog sich der müde Auftritt des Burger BC wie ein Roter Faden durch die Partie. Zu allem Überfluss verletzte sich Hauptangreifer Alexander Behr am Knöchel – er fällt längere Zeit aus. Abgesehen davon konnte der BVC nicht annähernd an die vorhergehenden Leistungen anknüpfen, zeigte Schwächen in Annahme, Block und Feldabwehr, weshalb Spieler Marco Hagemeier schlichtweg resümierte: "Wir schaffen es derzeit nicht, unsere guten Trainingsleistungen am Spieltag umzusetzen."

Insofern ist nach dem guten Saisonstart im Burger Lager etwas Ernüchterung eingekehrt. Wohl auch deshalb, weil die künftigen Aufgaben nicht leichter werden. "Natürlich erwartet uns gegen Ballenstedt ein noch größeres Kaliber, zumal ausgerechnet jetzt die Personaldecke dünn wird", glaubt Trainerin Jessyka Postolla.

Sie kann am Sonnabend nicht die Auswärtsreise an den Rand des Harzes mit antreten. Zudem fallen neben dem besagten Alexander Behr auch Mittelblocker Rene Fischer und Kevin Jasper arbeitsbedingt aus. Ein Fragezeichen steht auch hinter dem angeschlagenen Sebastian Behr, sein Einsatz entscheidet sich erst am Spieltag. "Somit lastet der Druck auf allen anderen Schultern", sagte Postolla.

Die Ballenstedter unterlagen am vergangenen Wochenende dem Tabellenführer VC Bitterfeld-Wolfen erwartungsgemäß in 1:3-Sätzen. Dennoch hielten die Gäste gegen den haushohen Favoriten die Partie lange offen, "schnupperten" nach dem Satzausgleich gar an einer Sensation. Allein deshalb sind die Randharzer morgen der klare Favorit.

Wichtig für diese Partie wird für die Burger Mannschaft sein, als Team aufzutreten und eine kämpferische Darbietung abzugeben. Mit einer ansprechenden Leistung sollte Selbstbewusstsein für das nächste wichtige Heimspiel aufgebaut werden. "Wir sehen das ganz sportlich. Ballenstedt ist der haushohe Favorit und wir sind der klassische Underdog. Wir wollen unsere Leistung abrufen. Dann schauen wir, was am Ende dabei herauskommt", äußerte Hagemeier. Doch wer weiß, vielleicht kann seine Mannschaft einen oder zwei Sätze entführen und damit auch den Zusammenhalt, die Chemie im Team festigen.

Denn noch vor Weihnachten warten auf die Burger Volleyballer das Heimspiel gegen Aufsteiger Stendal und die Auswärtspartie gegen den Tabellenführer Bitterfeld- Wolfen.