Heyrothsberge l Ganz so souverän, wie das Ergebnis glauben lässt, traten die Gastgeber gegen Schlusslicht Schwarz-Gelb Bernburg allerdings nicht auf. „Am Ende war der Sieg auch in der Höhe verdient, aber in der ersten Halbzeit waren wir nicht viel besser als unsere Gäste, sondern haben einfach nur aus dem wenigen, was gelungen ist, das Beste gemacht“, gab Union-Trainer André Hoof nach dem Abpfiff zu.

Die Art und Weise, wie die Tore teilweise fielen, bestätigt diese Einschätzung: Eine halb verunglückte Flanke von Stefan Groth, die sich von links ins Tor senkte, brachte die Heyrothsberger schon in der achten Minute in Führung. Marcel Gieseler, der nach einem Freistoß erfolgreich nachsetzte, erhöhte auf (20.). „Da hätte man aber auch Abseits pfeifen können, weil einer unserer Spieler näher am Tor stand und den Keeper etwas behinderte“, wusste Hoof um das Glück, das seinem Team in diesem Moment hold war.

Fortuna blieb an diesem Tag den Mannen um Kapitän Marcus-Antonio Bach treu und trug in der folgenden Phase das Trikot mit der Nummer zwei: Als die Spannung beim Gastgeber nämlich in Anbetracht des Vorsprungs nachgelassen hatte, waren die Bernburger dem Anschluss nahe. Martin Peukert rettete in dieser Situation auf der Linie.

In der 42. Minute fiel schließlich das vorentscheidende 3:0, als Daniel Stridde einen schönen Konter erfolgreich mit einem Lupfer abschloss. Der Union-Coach kommentierte: „Bernburg hätte vorher das Tor machen müssen. So war das 3:0 der Genickschuss für sie.“ Noch vor der Pause machte Groth mit seinem zweiten Treffer den Deckel drauf.

In Halbzeit zwei, die nur noch wenige Höhepunkte zu bieten hatte, bedankte sich Christian Kloska für seine Einwechslung prompt mit dem 5:0 (65.). „Am meisten habe ich mich dann aber über das 6:0 durch Nils Fischer gefreut. Ich hatte ihn eingewechselt, weil es für ihn das vorerst letzte Spiel für uns war, denn er legt jetzt erst einmal eine Fußball-Pause ein. Dass er dann zum Endstand trifft, war ein schöner Abschluss für ihn“, fand Hoof.

Union Heyrothsberge überwintert nach diesem Erfolg auf dem guten sechsten Tabellenplatz, der der besten Platzierung in dieser Saison entspricht. In der Heimtabelle belegt die Mannschaft sogar den zweiten Rang hinter Spitzenreiter Staßfurt.

SV Union Heyrothsberge: Biegelmeier - Peukert, Gieseler, Horn, Bach, Voelckel, Rüdiger, Groth (67. Tandel), Rieche (56. Kloska), Thormeier (73. Fischer), Stridde

Torfolge: 1:0 Stefan Groth (8.), 2:0 Marcel Gieseler (20.), 3:0 Daniel Stridde (42.), 4:0 Groth (45.), 5:0 Christian Kloska (65.), 6:0 Nils Fischer (87.)

Schiedsrichter: Marcus Peter - Julian Rosenberger, Paul Kamm

Zuschauer: 43