Burg/Möckern l Das Spitzentrio der 1. Nordliga gibt sich weiterhin keine Blöße. Der FSV Magdeburg zitterte sich zum 25:24-Heimsieg gegen Schlusslicht Parey, Oebisfelde siegte souverän 33:22 beim MTV Weferlingen und die Fortschritt-Handballer gewannen am Ende noch deutlich im Derby gegen den Möckeraner TV 36:28 (14:15). Dabei sah es knappe 40 Minuten nach einer Überraschung aus.

Der Beginn verlief nicht nach dem Geschmack von Trainer Hendrik Kurth und den zahlreichen Burger Fans. Nach fünf Minuten führten die Gäste aus Möckern mit 3:0, ehe Fortschritt das erste Tor erzielte. Auch in der Folgezeit blieb Möckern am Drücker und fand immer wieder Lücken im Abwehrverbund der Hausherren. „Unsere Deckung fand nicht ins Spiel und vorne haben wir zu viel liegen gelassen“, kritisierte Kurth. Nach zehn Minuten führte der MTV immer noch mit vier Toren (6:2). Danach lief es besser für Fortschritt und es stand 5:6. Per Doppelschlag von Teßmann, der bereits sechs Tore auf dem Konto hatte, konnten die Burger den erneuten Anschluss zum 8:9 herstellen. Danach setzte sich Möckern wieder auf vier Tore (12:8) ab. Die Hausherren blieben beim 11:13 jedoch in Schlagdistanz.

Nun nahmen die Nicklichkeiten zu. Thomas Fechner, der die Burger Abwehr bis dahin vor erhebliche Probleme gestellt hatte, sah die Rote Karte. Dieses Handicap merkte man den Möckeranern vorerst nicht an, erhöhten sie zwei Minuten vor der Pause nochmals auf 15:11. Doch Fortschritt kämpfte sich bis zum Seitenwechsel noch auf 14:15 durch ein Tor von Kapitän Mathias Lange heran.

Burger drehen auf

Nach der Pause gestaltete sich die Partie ausgeglichen, wobei die Gäste immer noch leichte Vorteile hatten. Diese nutzten sie über die Stationen 17:15 und 18:16 bis zum 20:17. Fortan stellte Möckern das Handballspielen fast ein. Einfache Fehler und eine sich steigernde Burger Abwehr brachten die Hausherren so richtig in Fahrt. Nach dem 20:20-Ausgleich und der fälligen Auszeit der Gäste, gingen die Burger sogar erstmals in Führung. Möckern glich ein letztes Mal zum 21:21 aus. Die Burger erhöhten durch schnelles Umkehrspiel erst auf 24:22 (47.), ehe der Fortschritt-Express auf Touren kam. Über die Station 29:22 (52.) erhöhte Burg innerhalb von sieben Minuten den Vorsprung auf neun Tore zum vorentscheidenden 32:23 (54.). Nach dieser Drangphase gestaltete sich das Spiel wieder ausgeglichen und Fortschritt konnte zum Ende einen deutlichen 36:28-Derbysieg einfahren.

„Am Ende haben wir komplett zu unserem Spiel gefunden. Die Abwehr stand besser und wir konnten Möckern auskontern. Wenn man die ersten 40 Minuten betrachtet, ist der Sieg etwas zu hoch ausgefallen. Dennoch war das eine super Vorstellung mit schnellem Handball“, fasste Kurth nach dem Spiel zusammen.

Burg: Bünger, Wegner – Brückner (3), Teßmann (15/4), Heisinger, Wichmann (2), Scholz (4), Lange (7), M. Weigel (2), Mück (1), Wucherpfennig, Rößler (1), Schulz (1)

Möckern: M. Schmied, T. Zater – Koschorreck, Peine, Holm (1), Köhler (1), Specht, B. Weigel (6), Ehret (4), Hantke, J. Schmied, Dlusinski (7/1), M. Zater (4/1), Fechner (5)

Siebenmeter: Burg 4/5 – 2/2 Möckern; Zeitstrafen: Burg 2 – 3 Möckern; Rot: Thomas Fechner (25., Tätlichkeit) -Möckern