Eisenberg/Möser (ast/bjr) l Sie werden auch als Jugendmeisterschaften im Orientierungslauf bezeichnet: Die Tage des Jugend- und Juniorenländervergleichs sind ein Schaufenster, in welchem sich die einzelnen Landesverbände repräsentieren. In diesem Jahr lud das Mühltal bei Eisenberg/Thüringen zu anspruchsvollen Wettkämpfen ein. Die Bahnlegung war mehr als meisterschaftswürdig, bis zu 200 Höhenmeter bei dichtem Bewuchs waren zu bewältigen. Trotz Dauerregens am Sonnabend konnte der Mühlbach gequert werden, eine Nichtpassierbarkeit hätte den Wettkampfabbruch bedeutet. 500 Läuferinnen und Läufer (Altersklassen 12 bis 20) starteten sowohl im Einzellauf als auch in den Staffelwettbewerben.

Der kleine Landesverband Sachsen-Anhalt konnte trotz permanenter Nachwuchssorgen auch in diesem Jahr antreten. Ziel war es, die Punktzahl der Vorjahres (74) zu verbessern. Letztlich standen 87 Zähler im Protokoll – gegen die strahlende Phalanx der Landesverbände Sachsen und Bayern jedoch eher ein „Schattengewächs“.

Trotzdem zog Jugendwart Jürgen Kohler ein positives Fazit. Alle elf Sportler sind ohne Fehlstempel ins Ziel gekommen. Die Lostauerin Marlen Steinhoff (D 16/ESV Lok Magdeburg) lief zweimal in die Top-Ten der Wertungen. Im Einzellauf belegte sie im Doppeljahrgang D 16 Platz acht, im Jahrgang 2001 war es die drittbeste Einzelzeit. In der D 18-Staffelwertung stand ebenfalls die achtbeste Laufzeit im Protokoll. Die Staffel der Mädchen, unter anderem mit Franziska Kohler (Möser/USC) und Marlen belegte Platz neun von 16 Teams. Die Jungen erreichten Platz zehn von 14 Teams.

Fazit: Ein langfristiger Aufbau eines leistungsfähigen Nachwuchsteams ist nur dann möglich, wenn die Trainingsmöglichkeiten optimiert werden können und diese anspruchsvolle Natursportart eine neue Bekanntheit erhält. Ein großes Dankeschön ging an Jürgen Kohler und Silke Schlüter aus Möser für die kompetente Betreuung.