Halberstadt (fbo) l Als Vertreter des Harzkreises hatten sich die C-Junioren des VfB Germania Halberstadt für die Endrunde des Nordostdeutschen Fußballverbandes in Brandenburg qualifiziert.

Die jungen Germanen überstanden die Qualifikation zur Kreismeisterschaft, wurden dann in einem spannenden Finale gegen Germania Wernigerode Hallenfußballkreismeister, überstanden die Zwischenrunde des Landes in Thale als Zweitplazierter, errangen in Braunsbedra den Landesmeistertitel und durften somit das Bundesland Sachsen-Anhalt in Brandenburg vertreten.

Tragischerweise verletzte sich zwischenzeitlich der starke Rückhalt, Torhüter Jost Herlemann, bei der Endrunde der B-Junioren, wo er aushalf, schwer und wird bis April nicht mehr zur Verfügung stehen. Sein Vertreter Raphael Knothe musste das Aufwärmprogramm direkt vor dem ersten Spiel auf Grund einer Fußgelenksverletzung abbrechen. So stand die Mannschaft mit Turnierbeginn plötzlich ohne Torhüter da. Sich abwechselnde Feldspieler konnten auf diesem hohen Niveau die entstandene Lücke verständlicherweise nicht schließen.

Im ersten Duell gegen den einzigen Verbandsligisten Mecklenburg Schwerin fiel die Niederlage durchaus unglücklich aus, als die Halberstädter einen Rückstand kurz vor Spielende ausglichen, aber in den letzten zwei Sekunden das Kontertor zum 1:2 kassierten. In die gleiche Schublade passte die Niederlage gegen Energie Cottbus. Nach frühem 0:1 Rückstand waren die Germanen drauf und dran den Ausgleich zu erzielen, scheiterten aber mehrfach am gegnerischen Torwart und bekamen in der letzten Spielminute noch zwei weitere Gegentore.

Die Partien gegen Hertha BSC Berlin, RB Leipzig und Rot-Weiß Erfurt hätten die Harzstädter wohl auch in normaler Besetzung nur mit viel Glück ausgeglichen gestalten können. Zu groß waren hier die fußballerischen Unterschiede gegenüber diesen etablierten Sportschülern.

Nach erster Ernüchterung bleibt allerdings die Erkenntnis, dass mit der Achse Erwin Liese, David Cholewinski und Jannis Lisowski Talente dabei sind, die auf diesem Niveau in jederzeit mithalten konnten, die meisten Fans (Eltern) mit in der Halle gehabt zu haben, sich mit den besten und etabliertesten Vereinen in einem Pflichtturnier gemessen zu haben sowie mit dem Landesmeistertitel die Hallensaison überaus erfolgreich abgeschlossen zu haben.