Letzlingen l Nahezu alle Facetten des Motocross bekamen die Rennsportfans am vergangenen Sonntag in Letzlingen geboten. Bei den Läufen zur Landesmeisterschaft Sachsen-Anhalts und der LVMX-Wertung boten die Fahrer schnelle Rundenzeiten, spektakuläre Sprünge und Überholmanöver, aber auch schmerzhafte Stürze.

Rettungshubschrauber kommt

Den ersten echten Schreckmoment gab es schon im Zeittraining der MX1-Klasse, als nach einem schweren Sturz sogar der Rettungshubschrauber zum Einsatz kommen musste. Die Folge war eine längere Pause vor der Zeitenjagd der Seitenwagen. In dieser wurde die Strecke dann nochmals präpariert und damit war der Nährboden für Lokalmatador Eddie Janecke und Partner Gordon Bothur bereitet. Das Duo, welches auch in der Gesamtwertung an der Spitze liegt, präsentierte sich bereits bei der Hatz nach dem besten Startplatz bärenstark und setzte die schnellste Zeit.

Dass die Lokalmatadoren nicht nur auf eine Runde schnell sind, bewiesen beide dann auch in den Rennen. Sowohl in Lauf eins, als auch in Lauf zwei dominierten Janecke/Bothur und sahen als erste die Zielflagge. Im ersten Rennen fuhr das Duo einen Vorsprung von über einer Minute heraus. Platz zwei ging jeweils an den Altmerslebener Michael Nikolaus mit Partner Robert Pietzer.

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Spannende Rennen

Die spannendsten Rennen des Tages boten zuvor aber bereits die Piloten der 85ccm-Klasse. Hier gewann Noah Ludwig in Lauf eins mit lediglich 6,9-Sekunden Vorsprung vor Fritz Greiner. Im zweiten Lauf war es dann sogar noch knapper. Diesmal hatte Ludwig mit dem Kampf um den Sieg nichts zu tun, doch Greiner zog erneut den Kürzeren. Diesmal betrug sein Rückstand auf Sieger Cato Nickel lediglich dreieinhalb Sekunden.

Klare Verhältnisse herrschten hingegen in der MX2-Klasse. Leon Rehberg dominierte beide Läufe und gewann jeweils souverän vor Eric Jette und Hannes Schmidt, der zweimal als dritter aufs Podium klettern durfte.

Den Piloten der MX1-Kategorie fuhr indes ein Gaststarter gewaltig um die Ohren. Franziskus Wünsche ließ der Konkurrenz in beiden Rennen keine Chance und sah beide Male mit beachtlichem Vorsprung als erster die Zielflagge. Rang zwei ging in beiden Läufen an Stephan Mock, der damit im Kampf um den LM-Titel wichtige Punkte einfuhr.