Gardelegen l Die Landesoberliga-Volleyballer des SSV 80 Gardelegen - auch genannt Altmark Volleys - hatten sich für das Heimspiel, Kellerduell und Schicksalsmatch so viel vorgenommen und mussten die Platte nach gut zwei Stunden Spielzeit dann doch wieder als Verlierer verlassen.

Gegen den SV Rot-Weiß Weißenfels hieß es am Ende - wie schon im Hinspiel auch - 2:3 (25:21, 23:25, 15:25, 25:19, 13:15) nach Sätzen.

10:0-Lauf bringt die Wende

Mit dieser schmerzlichen Niederlage im Sechspunktespiel zementierten die Gardelegener die Rote Liga-Laterne ganz fest vor der Willi-Friedrichs-Halle ein. Mit Blick auf die Tabelle und das Restprogramm kann es auch durchaus möglich sein, dass sie bis zum Saisonende dort leuchten wird.

Und dabei hätte alles ganz anders kommen sollen oder können. Ausgemalt hatten sich die Altmärker einen klaren Sieg, drei Punkte und - wenn alles optimal läuft - das Verlassen der Abstiegsränge. Am Ende blieb ihnen aber nur der eine Zähler für die beiden gewonnenen Sätze und der anerkennende Applaus vom Publikum in der gut gefüllten Halle nach dem 15. Punkt der Gäste im Tiebreak.

Spiel wie eine Berg- und Talfahrt

Das Match war auch - wie schon so oft in dieser Saison - eine reine Berg- und Talfahrt. Ein Tal tat sich zunächst gleich in Durchgang Nummer eins auf. Ehe sich die Hallenherren versahen, stand ein 7:18 auf der Anzeigetafel. Doch dann erwachte der SSV-Kampfgeist, es gelangen zehn Punkte in Serie zum 17:18 und später der 25:21-Satzgewinn. Eigentlich sollte das Auftrieb geben.

Doch das Gegenteil war der Fall. Bis zum 22:18 in Satz Nummer zwei sah noch alles nach einer 2:0-Führung für die Volleys aus, doch mehrere eigene Fehler - und die waren durchaus vermeidbar - sorgten erst dafür, dass die Gäste auf 22:22 aufschließen und den Durchgang schließlich mit 25:23 gewinnen konnten.

Weißenfels siegt deutlich

Satz Nummer drei war dagegen eine ganz klare Angelegenheit für die Weißenfelser. Über 6:1 und 15:5 hieß es schnell 25:15 und 2:1 für die Rot-Weißen. Die hatten damit ihr Minimalziel, einen Punkt zu entführen, bereits erreicht. Spätestens jetzt war allen Beteiligten auf Gardelegener Seite klar, dass nun beide folgenden Sätze an sie gehen müssen.

Der vierte Satz hatte es ins sich. Bis zum 11:11 konnte sich keine Mannschaft auch nur einen Hauch absetzen, ehe die Gardelegener eine gute Phase hatten, auf 16:14 und später auf 20:15 enteilten. Der Rest bis zum 25:19 und 2:2-Ausgleich war dann Formsache.

So musste - wie schon in Weißenfels - der Tiebreak entscheiden. Auch hier schenkten sich beide Mannschaften nichts. Das 8:7 für die Gäste zum erneuten Seitenwechsel sagt dabei viel aus. Dann setzten die Weißenfelser aber zu einem kleinen Zwischenspurt an. Aus dem 8:7 machten sie schnell ein 10:7 und 13:10. Alles sprach für sie. Den ersten Matchball konnte der SSV beim 12:14 dann noch abwehren, doch der zweite saß dann. Während die Gäste jubelten, sanken die Gastgeber enttäuscht zu Boden.

SSV 80 Gardelegen: Liebscher, Posselt, Niendorf, Berger, Winkler, Rummel, Rüsting, Braune, Hasse, Knipp.