Gardelegen l Obwohl noch eine Partie in der Drittliga-Spielzeit bei Preußen Berlin für die Volleyballer des SSV 80 Gardelegen ansteht, ist die Saison irgendwie vorbei. Mit einem mitreißenden Spiel in eigener Halle feierten die Schützlinge von Trainer Lucien Braune einen Heimabschied nach Maß, der allerdings in Richtung kommende Saison einige Fragen offen lässt.

Zuschauerrekord in Gardelegen

Und das 3:2 gegen den PSV Neustrelitz passte ins Bild. Es war alles vorbereitet für eine tolle Abschlussparty in der Willi-Friedrichs-Halle. Mit 481 Zuschauern wurde ein neuer Rekord aufgestellt, und auch sportlich machte die Mannschaft die Hausaufgaben.

Selbst die Neustrelitzer, die in heimsicher Halle vor ähnlich großer Kulisse antreten, schienen beeindruckt - zumindest in den ersten beiden Sätzen. In denen gelang dem SSV fast alles. Der Block stand wie eine Mauer und offensiv stellte vor allem Jonas Rummel den Gegner vor große Probleme. Auch die Fehlerquote des SSV blieb gering.

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Bühne gehört der Mannschaft

Und die Bühne gehörte an diesem Abend aber nicht nur der Mannschaft, sondern auch denen, die den Volleyballsport auf diesem Niveau in Gardelegener erst möglich machen. „Wir möchten uns ganz herzlich bei unseren Sponsoren für ihre Unterstützung bedanken“, so Teammanager Rummel im Rahmen der Ehrung nach dem zweiten Satz. Als kleines Geschenk erhielten alle dabei ein aktuelles Mannschaftsfoto von der Drittliga-Mannschaft.

Doch dann wurde Rummel auch noch selbst überrascht. Auch die Mannschaft hatte sich etwas ausgedacht, um sich beim „Macher“ höchst persönlich zu bedanken. Sichtlich gerührt nahm der sehr bescheidene Rummel sein Präsent entgegen und erntete dafür auch viel Applaus von den Rängen. Auch die Zuschauer haben nämlich ein gutes Gespür dafür, dass ohne Teammanager Rummel beim SSV nicht viel gehen würde.

Gutschein für die Cheerleader

Aber damit noch nicht genug. Auch die Red Hotz Chilli Peppers, die Cheerleader der SSV-Volleyballer, bekamen nach Spielschluss noch ein kleines Dankeschöngeschenk in Form eines Gutscheines.

Nicht vergessen bei den Ehrungen wurde auch die zweite Mannschaft des SSV 80 Gardelegen, die in der Landesliga als „Altmark Volleys“ an den Start geht. Die hatte nämlich bereits am Vormittag gespielt und das entscheidende Match gewonnen und damit schon vorzeitig den Staffelsieg gesichert. Auch dafür wurde das Team vor versammeltem Publikum ausgezeichnet.

Doch es wurde eben nicht nur Sport getrieben an diesem Abend. Es wurden auch einige Fragen aufgeworfen, die den einen oder anderen Fan sicher verwundern ließen.

Sechs Spieler verlassen die Mannschaft

Die erste - und sicher auch wichtigste Frage - geht in Richtung Personal. Unter der Woche veröffentlichten die Volleyballer im Rahmen ihrer Facebook-Präsenz eine Mitteilung, dass insgesamt sechs (!) Akteure den Verein nach der Saison verlassen werden.

Sicher waren dabei die Namen wie Steffen Hendrysiak oder auch Christoph Liebsch nicht die große Überraschung, aber dass auch Urgesteine wie Arne und Lukas Kreißl oder Florian Winkler und Philipp Lenz nicht mehr für den SSV spielen werden, rief schon das eine oder andere Stirnrunzeln hervor. Die vier Letztgenannten erlernten das Volleyball-Abc beim SSV - speziell bei Gerhard Müller. Sie sind allesamt Identifikationsfiguren des Gardelegener Volleyballs und werden sicher schmerzlich vermisst werden.

Schwarzmalen wird niemand

Doch Schwarzmalen möchte in Gardelegen noch niemand, schon gar nicht Teammanager André Rummel. Der versprach nämlich: „Wir werden alles Mögliche tun, um auch in der nächsten Saison hier in Gardelegen Volleyball in der Dritten Liga anzubieten. Ob das gelingt, bleibt aber abzuwarten“.

Zunächst steht aber erst einmal noch das letzte Saisonspiel in der Dritten Liga auf dem Programmplan.

Bei Preußen Berlin zu Gast

Dazu müssen die Schützlinge von Trainer Lucien Braune auswärts antreten. Zu Gast sind die Gardelegener am Sonnabend, 17. März 2018, bei den Preußen aus Berlin. Die gehören auch zu den Spitzenmannschaften der Liga und peilen noch die Vizemeisterschaft an.

Für den SSV 80 Gardelegen geht es indes um keine Platzierung mehr. Platz sieben ist sicher und kann weder nach oben noch nach unten verlassen werden.