"Kicken wie die Profis", hieß es kürzlich beim von der Volksstimme und Fielmann präsentierten Fußball-Camp unter Anleitung von Jugendtrainern des 1. FC Magdeburg. Mit Romeo und Gerhard Olbrich sowie Marlen und Almuth Steinhoff kamen auch zwei Lostauer Familien voll auf ihre Kosten.

Magdeburg (ast/bjr) l Strahlend nahm Romeo Olbrich aus Lostau seine große blau-weiße Trainingstasche entgegen. Der Neunjährige konnte es kaum erwarten, mit der ersten Trainingseinheit zu beginnen. Opa Gerhard Olbrich schmunzelte, war er doch diesmal nicht als Zuschauer mitgekommen, sondern ebenfalls als Aktiver. Das Fußballcamp in der Landeshauptstadt bot kürzlich 40 Kindern im Alter von acht bis 14 Jahren gemeinsam mit einem fußballverrückten Eltern- oder Großelternteil ein eintägiges Trainingscamp an. Über 600 Doppelbewerbungen gingen zuvor ein.

Romeos Warten wird belohnt, Freude ist umso größer

"Romeo war wohl einer der ersten mit seinem Brief. Lange musste er warten, umso größer ist die Freude gewesen", erzählte Gerhard Olbrich. Der ehemalige Leistungsschwimmer spielt in seiner Freizeit am liebsten mit Romeo und dessen Schwester Fußball.

Beste Voraussetzungen also, um den geplanten Stationsbetrieb zu absolvieren. In sieben Gruppen aufgeteilt, wurden unter der Leitung der Jugendtrainer des 1. FC Magdeburg technische und taktische Grundlagen geübt. "Zwölf Minuten vergehen ganz schön schnell", meinte die zwölfjährige Marlen Steinhoff, ebenfalls aus Lostau, nach dem dritten Stationswechsel. Jede Übung inklusive Pause dauerte eine Viertelstunde und forderte nicht nur Kondition, sondern auch Konzentration von den Teilnehmern.

Die Trainingsanweisungen gibt ein weiterer Lostauer

"Andribbeln, Pass diagonal, gut gemacht!" - Christian Falk gab seine Anweisungen eher mit leiser Stimme. Der ehemalige FCM-Spieler übernahm in seinen Semesterferien gern die Leitung einer Station und vermittelte versiert Finten und Tricks. Der Lostauer war zuletzt Stammspieler in der A-Jugend der Magdeburger, ehe er seine Studien- und Fußballzelte in den USA aufschlug.

Kohlenhydrate in Nudelform und eine Stadionführung sorgten für eine 90-minütige Pause, ehe Teil zwei des Trainingstages folgte. Mittlerweile waren auch einige Spieler der FCM-Regionalligamannschaft auf den Kunstrasenplätzen präsent und hatten weitere interessante Anregungen im Gepäck. "Unsere Übungen sind auch ganz einfach zuhause auszuführen", erläuterte Torwart Matthias Tischer. Sogleich demonstrierte "Tischi" eine Koordinationsübung mit zwei Bällen.

Torschusstraining auf dem "heiligen" FCM-Rasen

Abschließend konnten alle Campteilnehmer auf dem "heiligen" Rasenplatz in der MDCC-Arena ihre Torschussqualitäten testen. Danilo Dersewski, zweiter Torwart beim "Club", parierte fast alle Bälle; auch jene von Romeo und Gerhard Olbrich sowie von Marlen und Almuth Steinhoff landeten nicht im Netz.

In den eigenen Taschen, die wie Fußballbekleidung und Ball jedem Teilnehmer zu Beginn der Veranstaltung überreicht wurden, landeten dagegen etliche Autogrammkarten, Mannschaftsplakat und Eintrittskarten für ein Heimspiel der Blau-Weißen. Kaum wieder in heimischen Gefilden angekommen, gaben Romeo und Marlen ihre erlernten Tricks aus dem Fußballcamp natürlich an die Daheimgegebenen weiter.

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