Halberstadt Regionalligist VfB Germania Halberstadt will am Sonntag gegen RB Leipzig (Anpfiff ist um 13.30 Uhr im Friedensstadion) seine Minisiegesserie ausbauen. Dem 2:0 zum Jahresabschluss 2012 in Magdeburg folgte zweieinhalb Monate später das 4:1 zum Jahresauftakt 2013 gegen Auerbach. Nach inzwischen drei Wochen Zwangspause soll jetzt der Ligakrösus aus der Messestadt die gewachsene Stärke der Vorharzer gezeigt bekommen.

In den bisher fünf Vergleichen gab es für den VfB Germania nichts zu holen: Null Punkte und 13 Gegentore. Im Hinspiel der aktuellen Serie erntete Germania ein 0:3, die frisch formierte Halberstädter Mannschaft zeigte damals zu viel Respekt und Nervosität. Vom Hinspiel will VfB-Trainer Willi Kronhardt vor der sonntäglichen Partie nichts wissen, "über das, was war, denken wir nicht nach. Die Mannschaft spielt jetzt länger zusammen und wir wollen gegen RB genauso dominant auftreten wie in den letzten Begegnungen."

Die Unterschiede innerhalb der Philosphie beider Clubs ist dem 44-Jährigen bewusst, er kann sehr gut damit leben: "Fußballerische Qualität kostet Geld. Wenn kein Geld da ist, muss man junge Spieler ausbilden. Wir beim VfB Germania sind dazu in der Lage und haben die notwendige Geduld zum Arbeiten und das Auge, um entsprechende Akteure zu erkennen und zu fördern. Für uns kann nur dies der Weg sein: Intensiv mit den Jungs trainieren, sie ausbilden. Das Resultat kann man aktuell sehen - ein fünfter Platz unserer jungen Mannschaft."

Kronhardt involvierte am Dienstag erstmals drei junge Germanen der U 19 in sein Training. "Die Drei haben einen super Eindruck hinterlassen, ich werde sie weiter mit kritischen Augen verfolgen", so der Cheftrainer, der dem Nachwuchs weiter dabei haben möchte.