Halberstadt l Am 18. Spieltag hieß es 1:1 im Regionalliga-Duell gegen den FSV Optik Rathenow. Der VfB Germania musste auf Kapitän Tino Schulze und Angreifer Kimbyze-Kimby Januario verzichten, beide hatten zuletzt die fünfte Gelbe Karte gesehen. Für Schulze übernahm der zuvor Rot gesperrte Pascal Schmedemann die linke Außenverteidigung. Paul Grzega rückte für Ibrahim Mirza Aral in die Startelf, anstelle von Januario stürmte Dennis Blaser.

Germania quält sich zum Punkt

Das Positive: Germania hat nach mehr als fünf Stunden ohne eigenen Treffer wieder ins gegnerische Tor getroffen und Gegner Optik Rathenow durch die Punkteteilung weiter hinter sich gelassen. Viel mehr Anerkennendes gibt es zu dieser ersten Rückrundenpartie aus Halberstädter Sicht allerdings nicht zu berichten.

Auch wenn der Gastgeber in den ersten 20 Minuten zu guten Chancen kam. Der erste Treffer gehörte dem Team von Kult-Trainer Ingo Kahlisch. Germania war im eigenen Strafraum viel zu passiv und klärte einen ersten Schuss der Gäste nicht richtig. So hatte Caner Özcin beim zweiten Versuch kaum Gegenwehr – 0:1 (18.). Sein Flachschuss ging ins lange Eck. „Das müssen wir viel konsequenter, viel williger lösen“, erkannte VfB-Trainer Sven Körner den Fehler bei seinem Team.

Nach Vorarbeit von Jannis Pläschke stieg Batikan Yilmaz in zentraler Position quasi im Gegenangriff am höchsten. Sein Kopfball touchierte den Querbalken. Auch eine Doppelchance von Blaser und Grzega blieb ungenutzt (23.). „Zu diesem Zeitpunkt müssen wir schon mindestens ein Tor markiert haben beziehungsweise führen“, meinte Körner.

Rückstand zur Halbzeit

Patrik Twardzik hatte eine weitere VfB-Möglichkeit (31.), auf der anderen Seite verfehlte Benjamin Wilcke nur knapp das Halberstädter Tor (40.). Insgesamt fehlte der Germania die Genauigkeit und die Ballsicherheit, oft ging das Spielgerät zu schnell wieder verloren.

Mit mehr Engagement kam der VfB zurück. Da war der Ausgleich von Paul Grzega keine Überraschung, wenngleich die Entstehung Zufall war. Ein abgeblockter Twardzik-Schuss landete vor seinen Füßen, er nutzte dies zum 1:1. Jetzt war „Musik drin“, es ging zum Teil sehr wild zu. Beide Teams suchten den Abschluss und wollten den zweiten Treffer. Justin Bretgeld, der trotz Leistenproblemen spielten konnte, traf nur das Außennetz.

Dann rettete Florian Sowade großartig gegen Süleyman Kapan (62.). Dies hätte gut und gerne das 1:2 sein können, genau wie wenig später der Pfostentreffer von Kevin Adewumi (76.). Es folgten auf beiden Seiten strittige Szenen: Sowohl bei einem Foul an Glodi Zingu als auch beim Zweikampf gegen Schmedemann hätte sich keiner über einen Elfmeterpfiff beschweren dürfen. So blieb es beim Remis, einen Sieger hatte dieses Duell auch nicht verdient.

Statistik

VfB Germania Halberstadt: Sowade - Pläschke, Menke, Ambrosius, Schmedemann, Twardzik, Bretgeld, Korsch (89. Wenzel), Blaser, Grzega (55. Hübner), Yilmaz (83. Aral);

FSV Optik Rathenow: Hiemann - R. Techie-Menson, Turan, Bilbija, Zingu, Adewumi (84. Langner), Leroy, Aydogdu, Hellwig, Wilcke (85. Karupovic), Özcin (56. Kapan);

Torfolge: 0:1 Caner Özcin (18.), 1:1 Paul Grzega (49.);

Schiedsrichter: Martin Bärmann (Leipzig),

Zuschauer: 277.