Halberstadt l Nach zwei komplett unterschiedlichen Halbzeiten hat sich Germania Halberstadt von Aufsteiger Bischofswerdaer FV 1:1-remis getrennt. Vor 360 Zuschauern traf Alexander Schmitt für den Gastgeber vom Elfmeterpunkt. 

Unterirdische Halbzeit

Was war das denn? Eine so unterirdische Halbzeit hatten die Zuschauer im Friedensstadion unter Trainer Maximilian Dentz noch nicht zu sehen bekommen. Im letzten Heimspiel der Hinrunde fand der Gastgeber gegen den punktgleichen Kontrahenten zunächst überhaupt nicht ins Spiel. Der frühe Gegentreffer, Tomas Petracek ließ im Fünfmeterraum die gesamte VfB-Defensive alt aussehen, kam darum auch nicht überraschend.

Die extrem engagierten Bischofswerdaer drängten danach auf den zweiten Treffer und hatten dazu auch etliche Möglichkeiten. Ein Aufsetzer und Pfostentreffer von Cornelius Gries war da die beste Aktion. Germania kam nach mehr als einer Viertelstunde zum ersten Torabschluss. Der Schuss von Tino Schulze ging letztlich weit drüber. Der BFV verschob schnell, legte ein hohes Tempo vor.

Bischofswerda hat mehr Ballbesitz

Nach Ecken brannte es immer wieder lichterloh im VfB-Strafraum. Kapitän Benjamin Boltze blockte mehrfach die Kugel ab, auch Hendrik Kuhnhold warf sich blockend in einen BFV-Schuss (41.). Die Gäste hatten deutlich mehr Ballbesitz.

Ein Strafstoß nach Foul an Lucas Surek kurz nach Wiederanpfiff diente als Dosenöffner. Mit dem 1:1 durch Alexander Schmitt war jetzt Schwung im Germania-Spiel. Der VfB zeigte ein ganz anderes Gesicht, trat griffig auf und kam zu etlichen Abschlüssen. Fast jeder Halberstädter durfte nun einmal. Dennis Rothenstein (57., 85.), Hendrik Hofgärtner (66., 85.), Philipp Blume (81.), Schmitt (74.), Alexander Vojtenko (75.) und Surek (87., 89.) – sie alle hatten kein Glück beim Halberstädter Powerplay, das voll auf drei Punkte abzielte.

An die Ehre appelliert

Trainer Max Dentz durchlebte die ganze Palette an Emotionen: „Ich war selbst schockiert: In Halbzeit eins hat meine Elf alles vermissen lassen. In der Pause habe ich an die Ehre appelliert – das hat offensichtlich gefruchtet.“

Germania Halberstadt: Guderitz - Kuhnhold, Messing, Schulze, Blume, Boltze, Schmitt, Hofgärtner, Rothenstein, Dieupeugbeu (46. Surek), Jäpel (72. Vojtenko);

Bischofswerdaer FV: Birnbaum - Heppner, Kießling, Käppler, Cermak, Cellarius (74. Rülicke), Klotke, Kötzsch, Gries, Zille, Petracek;

Torfole: 0:1 Tomas Petracek (6.), 1:1 Alexander Schmitt (FE/52.); Schiedsrichter: Marko Wartmann (Großvargula); Zuschauer: 360.