Halberstadt l Mit zwei weiteren Neuzugängen haben die Vorharzer ihre Personalplanungen in der Winterpause abgeschlossen.

Popowicz verstärkt den Kader

Kamil Popowicz war bereits im Testspiel gegen den SV Westerhausen dabei, mit dem 23-jährigen Polen verstärkt der Regionalligist seine Offensive. Popowicz spielte in der Hinrunde beim Oberligisten VfL 05 Hohenstein-Ernstthal und erzielte in 14 Partien sieben Tore. Durch den Rückzug der 05er war der Stürmer auf der Suche nach einem neuen Verein und konnte die Verantwortlichen des VfB Germania in der Vorbereitung überzeugen.

„Mit Kamil haben wir nochmal einen anderen Stürmertyp, der vom Trainer wahlweise als Neun oder Zehn aufgestellt werden kann. Er arbeitet sehr gut für das Team, verfügt links wie rechts über einen guten Abschluss und hat ein gutes Kopfballspiel. Er wird unsere Qualität in der Spitze noch einmal verbessern, jetzt bleibt abzuwarten, wie er sich in Halberstadt entwickelt“, so Enrico Gerlach, Sportlicher Leiter des VfB Germania.

Junge-Abiol überzeugt VfB-Verantwortliche

Bei der Generalprobe gegen den ZFC Meuselwitz gab Benyas Solomon Junge-Abiol sein Debüt im Germania-Dress, der Flügelspieler wechselte vom Ligakonkurrenten SV Lichtenberg 47 in den Nordharz. Der 20-Jährige war erst im Sommer 2019 zum Aufsteiger gewechselt, spielte zuvor beim FC Viktoria 1889 und Hertha 03 Zehlendorf. In der aktuellen Saison kam Junge-Abiol in zwölf Regionalliga-Spielen zum Einsatz, dabei erzielte der Deutsch-Amerikaner einen Treffer und bereitete sechs weitere vor.

„Wir haben uns mit ihm auf der Außenbahn verstärkt, um die Stürmer noch besser mit Flanken einsetzen zu können. Er kann bereits sieben Torbeteiligungen aus der Hinrunde vorweisen, ich bin gespannt, ob Germania für ihn ein Sprungbrett wird“, traut Gerlach dem schnellen Außenspieler viel zu.

Den Verein verlassen hat wie berichtet Mardochee Tchakoumi. Der Mittelfeldspieler war erst im Sommer vom TV Herkenrath nach Halberstadt gewechselt und kam in der Hinrunde auf neun Einsätze. Der 21-Jährige wechselt zum TuS Rot-Weiß Koblenz in die Regionalliga Süd-West.

Sportlicher Leiter mit Transfers zufrieden

Als ersten Winter-Neuzugang hatte der VfB Germania Anton Kanther vom 1. FC Magdeburg präsentiert. „Er hat ein halbes Jahr nicht gespielt, hat auf der Sechs aber ein sehr gutes Auge und wird uns bei entsprechender Spielpraxis auf seiner Position weiter helfen“, so Enrico Gerlach. „Mit den drei Neuzugängen haben wir uns ein bisschen Qualität rangeholt, die sich vielleicht schon am Freitag gegen den Berliner AK und am Dienstag im Pokalspiel gegen den Halleschen FC etwas auszahlt. Für Halberstadt waren das sehr gute Transfers“, zeigte sich der sportliche Leiter mit den Aktivitäten in der Winterpause zufrieden. „Dadurch können wir auch das Trainingsniveau anheben, um unser Ziel, den Klassenerhalt, zu erreichen“, so Gerlach.

„Wir sollten uns dabei nicht von den Testspielen blenden lassen. Da waren zwar hohe Siege gegen Einheit Wernigerode und Westerhausen, aber auch Spiele gegen Merseburg oder Meuselwitz. Das sind körperbetontere Spiele, in denen wir mehr gegenhalten müssen. Wir müssen den Männerfußball mehr annehmen, um die Punkte in Halberstadt zu behalten“, fordert Enrico Gerlach.