Halberstadt l Die Gäste gehen gut erholt und neu motiviert an diese Prestigeaufgabe. Nach einem freien Wochenende, einige der VfB-Akteure reisten zum Teil bis nach Bremen, Frankfurt/Main, Köln oder Berlin, geht es nun mit dem Punktspielbetrieb weiter. „Sie sollten einfach mal abschalten“, kommentierte Trainer Sven Körner die „Seele-baumeln-lassen-Maßnahme“. Gleichzeitig weiß er, dass die meisten seiner Spieler auch im „Urlaub“ fleißig waren und trainiert haben.

Diese Disziplin ist allerdings auch nötig, denn in Nordhausen wartet einer der Top-Favoriten auf den Meistertitel auf die Germanen. Das Team von Trainer Heiko Scholz kassierte zuletzt eine 1:5-Niederlage beim Aufsteiger Lichtenberg. Auch deswegen erwartet Sven Körner eine ganz spezielle Atmosphäre. „Flutlicht, Derby, ekelhafte Stimmung – das ist doch super. Uns ist bewusst, dass nicht alle dort unsere Freunde sein werden und der FSV das letzte Ergebnis vergessen machen will.“ Das 1:5 der Thüringer sieht er differenzierter, hat er doch das gesamte Spiel auf DVD gesichtet. „Zur Pause war auch eine 3:2-Führung für Nordhausen möglich. Zudem zeigte der Lichtenberger Keeper eine top Leistung und Wacker verschoss außerdem einen Elfmeter. Im Fußball läuft es eben mal ganz schnell anders.“ Auf der anderen Seite gibt er sich kämpferisch, auch wenn die Germania in Nordhausen noch nie gewonnen hat. „Wir sind ein junges Team, wahrscheinlich mit einem Zehntel des Budgets der Thüringer. Wir wollen nicht der Gegner sein, der das erlittene 1:5 ausbaden muss. Für uns wird es eine echte Feuertaufe, die wir bestehen wollen.“

Mit Fabian Guderitz, Philipp Blume, beide kamen 2019/20 noch nicht zum Einsatz, und Florian Beil gibt es zudem ein Wiedersehen ehemaliger Halberstädter.