Oebisfelde l Dort geht es auf 248 Metern über durchschnittlich 12 Prozent in die Höhe. Doch die Meeraner können, zusammengeschlossen mit den Glauchauern, auch Handballspielen. Aber am Sonnabend klappte dies in der Mitteldeutschen Oberliga (MDO) beim SV Oebisfelde nicht so recht. Die Sachsen mussten die Partie mit 27:34 (11:13) verloren geben.

Es waren mehrere Faktoren, welche dafür sorgten, dass die Oebisfelder gegen Glauchau/Meerane, Aufsteiger in die MDO, einen letztendlich überzeugenden Sieg, es war ihr erster Saisonerfolg, einfahren konnten.

SVO spielt konditionelle Vorteile aus

Trotz der drei Niederlagen zu Beginn, scheint die SVO-Formation von Trainer Christian Herrrmann konditionell bestens drauf zu sein. Denn dies war ein Faktor, warum sich die Allerstädter durchsetzen konnten. „Wir haben im Vorfeld schon reflektiert, dass wir konditionelle Vorteile haben. Daher haben wir über 60 Minuten auf das Tempo gedrückt“, erklärte Trainer Herrmann.

Zunächst aber hielten die Sachsen dagegen. Sie lagen vorn. Nach 16 Minuten mit vier Toren (9:5). Daraufhin kam bei den Allerstädtern der zweite Siegfaktor ins Spiel - Torhüter Manuel Weis. Er rückte für Routinier Thomas Drese, der bis dahin die Hände nicht so richtig an den Ball bekommen hatte, in den SVO-Kasten. Der Wechsel war mitentscheidend für den Erfolg. Denn „Manu“ nagelte seinen Arbeitsplatz praktisch zu.

Seine Vorderleute bekamen natürlich mit, was ihr Schlussmann und auch ein ganz starker Andreas Kalupke in der Defensive leisteten. Sie ließen sich anstecken. Konkret: Die Oebisfelder steigerten sich enorm.

SVO zeigt sich effizient

So entwickelte sich Siegfaktor Nummer drei - das Verwerten der Möglichkeiten. Dieses hatte Trainer Herrmann nach den Niederlagen in Aue, gegen Bad Blankenburg und in Apolda noch moniert. Am Sonnabend dürfte er aber wohl zufrieden gewesen sein. Zwar landete nicht alles im HC-Gehäuse, was normal ist, doch das Verwerten stieg um einige Prozentpunkte an - ob beim emsigen Florian Kamm, Daniel Schliephake, Moritz Drebenstedt oder beim erneut vom Punkt sehr sicheren Christoph Borzucki.

Folge: Die Oebisfelder setzten ihren Kontrahenten immer mehr unter Druck und holten auf. So gelang Spielmacher Alexander Vogel der 11:11-Ausgleich (26.) und wenig später (27.) die 12:11-Führung. Das 13:11 zur Pause machte dann Moritz Drebenstedt perfekt.

Nach Wiederanpfiff versuchten die Gäste, nun wieder mit mehr Puste ausgestattet, noch einmal Druck aufzubauen. Das gelang auch kurzzeitig mit den Anschlüssen zum 12:13 und 13:14. Doch die Herrmann-Schützlinge ließen sich nicht mehr von ihrem Weg in Richtung Sieg abbringen.

Zwar verfügen die Oebisfelder (noch) nicht über einen echten „Shooter“ aus der zweiten Reihe, doch was sie Spielerisch, im Verbund mit Tempohandball, auf die Reihe brachten, war schon beeindruckend. So mussten die Sachsen nach und nach die Zügel schleifen lassen. In der 51. Minute, Moritz Drebenstedt hatte zum 28:20 eingenetzt, war die Partie dann schließlich durch und die Halle jubelte.

Statistik

SV Oebisfelde: Drese, Weis -Koitek (4), Drebenstedt (6), Kamm (7), Meinel (4), Vogel (2), Kalupke, Borzucki (4/3), F. Kleist, D. Schliephake (5), M. Kleist, E. Breiteneder (2).

Siebenmeter: 3/3;

Zeitstrafen: 6.